Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Warten auf US-Arbeitsmarktbericht

Der Schweizer Aktienmarkt wird am Freitag zum Abschluss einer schwierigen Woche mit kaum veränderten Kursen erwartet. Der Handelsstreit und die Krisen in einigen Schwellenländern liessen Anleger langsam das Vertrauen in das Wachstum verlieren, hiess es aus dem Handel. Im Fokus steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht, vor dessen Veröffentlichung entsprechende Zurückhaltung erwartet wird. Hierzulande verharrte die Arbeitslosenquote im August wie von Ökonomen erwartet bei 2,4 Prozent.
07.09.2018 08:45

Neues Öl in das Feuer des Handelsstreit giessen könnte derweil die nächste Welle an Strafzöllen gegen China. Um Mitternacht Ortszeit Washington war die Frist abgelaufen, binnen derer die Öffentlichkeit Eingaben zu den geplanten US-Zöllen auf Warenimporte aus China im Wert von bis zu 200 Milliarden Dollar machen konnte. Sollten die Strafzölle in Kraft treten, hatte China bereits mit Zöllen auf US-Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar gedroht.

Gegen 8.20 Uhr wird der SMI im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 0,06 Prozent tiefer bei 8'812,96 Punkten gestellt. Grosse Schwankungen unter den SMI-Werten gibt es nicht, die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche entwickelten sich im Einklang mit dem Gesamtmarkt.

CS zeigt sich mit -0,1 Prozent ebenfalls leicht im Minus. Am Vorabend hatte CS-Chef Tidjane Thiam Medienberichte dementiert, wonach er eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste im Jahr 2020 erwäge.

Julius Bär (vorbörslich +1,6%) profitieren als einziger SMI-Gewinner von einem Analystenkommentar - die HSBC empfiehlt die Titel neu zum Kauf. Idorsia (-0,1%) können noch nicht von einer positiven Studie profitieren. Berenberg hat die Titel auf "Hold" von "Sell" hochgestuft und das Kursziel deutlich erhöht. Es zeige sich mit einigen Studienstarts eine positive Entwicklung der Pipeline, auch wenn die Forschungskosten hoch blieben und das Unternehmen wohl weiteres Kapital benötigen werde, so die Analysten.

In der zweiten Reihe zogen Kudelski (+0,9%) sowie Temenos (+0,4%) Aufträge an Land. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Derweil hat die amerikanische Schmolz+Bickenbach-Tochter A. Finkl & Sons Co laut Medienberichten einen Vertrag mit der US-Air Force verloren. Als Grund wird die Verbindung des Unternehmens mit dem russischen Investor Viktor Vekselberg genannt. Der Auftrag habe ein Volumen von mehreren hundert Millionen Dollar, hiess es weiter.

dm/ra

(AWP)