Aktien Schweiz Vorbörse: Kleines Plus zum Auftakt erwartet

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zur Wochenmitte eine Stabilisierung der Kurse ab. Insgesamt blieben die Märkte noch auf Richtungssuche, sagten Händler. Gegen höhere Kurse sprächen etwa die anhaltend hohen Corona-Ansteckungszahlen. Auch die zusätzlichen Konjunkturhilfen der US-Regierung gegen die Folgen der Corona-Pandemie hätten sich immer noch nicht materialisiert.
19.08.2020 08:43

Davor hatten bereits die Aktienmärkte Asiens und die Wall Street keine gemeinsame Richtung gefunden. Der heutige Tag verspricht zudem arm an Daten zu werden. Für den Euroraum werden die endgültigen Daten zur Inflationsentwicklung im Juli veröffentlicht. Und nach Handelsschluss in Europa veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr Protokoll zum Zinsentscheid vom Juli und gewährt damit einen gewissen Einblick in ihre Gedankenwelt.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI rückt gegen 08.15 Uhr um leichte 0,11 Prozent auf 10'179,24 Punkte vor. Die 20 SMI-Titel bewegen sich mehrheitlich mit einem Plus zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.

Mit den Alcon-Papieren geht es vorbörslich um 1,1 Prozent nach unten. Beim Augenheilkunde-Spezialisten ist der Umsatz coronabedingt um mehr als ein Drittel gefallen und der Verlust war noch höher als Analysten erwartet hatten. Bereits am Vortag sind die Titel der früheren Novartis-Sparte mit einem deutlichen Minus von 3,7 Prozent aus dem Handel gegangen.

Sonova (+0,4%) könnten im regulären Handel einen Blick wert sein. Der Hörgerätehersteller hat seine neue Technologieplattform "Paradise" lanciert. Und der Pharmakonzern Roche (+0,2%) startet mit dem US-Biotech-Unternehmen Regeneron eine Kooperation zur Entwicklung des Covid-19-Antikörpercocktails REGN-COV2.

In Clariant (-0,8%) zeichnen sich Gewinnmitnahmen ab. Am Vortag hatten neue Übernahmegerüchte ein Kursfeuerwerk gezündet.

Das restliche Nachrichtenaufkommen findet in den hinteren Reihen statt. So will der Reisedetailhändler Dufry (-0,8%) die US-Tochter Hudson wieder integrieren. Diese war erst im Februar 2018 an die US-Börse gebracht worden.

Nach Zahlen verkauft werden Zur Rose (-1,8%). Die Versandapotheke hat für das erste Halbjahr 2020 kaum überraschend einen Verlust ausgewiesen. Dieser war aber deutlich höher als erwartet.

ra/kw

(AWP)