Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht festere Eröffnung erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt könnte am Montag erneut etwas fester in den Handel starten. Die Freude über gut ausgefallene US-Jobdaten vom Freitag dürfte zu Beginn der neuen Woche nachhallen, heisst es. An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial nach dem Arbeitsmarktbericht der Regierung seine Rekordrally fortgesetzt, nachdem die Beschäftigung im Juli stärker gestiegen war als erwartet. Die Arbeitslosigkeit fiel auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren.
07.08.2017 08:45

Auch die meisten asiatischen Börsen reagierten am Morgen positiv darauf, dass in den USA der Wirtschaftsmotor rund läuft. Dieser Optimismus habe sich auch auf die Rohstoffmärkte übertragen - mit steigenden Notierungen etwa am Rohölmarkt, schreibt ein Marktbeobachter. Die Lohnentwicklung blieb in den USA allerdings moderat, was seit geraumer Zeit ein entscheidendes Hemmnis für das Fed ist, seine Geldpolitik deutlicher zu straffen. Weiterhin bewege die weltweite Berichtssaison die Aktienmärkte, aber wichtige Konjunkturdaten aus China und aus den USA könnten die neue Woche bestimmen, so der Experte.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,17% höher bei 9'192,62 Punkten. Die Blue Chips bewegen sich im Bereich von +0,1% bis +0,3%.

In der vergangenen Woche legte der Leitindex 1,7% zu nach 0,9% in der Vorwoche. Vor dem Wochenende erreichte der SMI gar ein neues Intraday-Jahreshoch bei 9'187,04 Punkten. So hoch notierte er zuletzt vor zwei Jahren. Und der EUR/CHF-Kurs stieg im Laufe der Woche über die Marke von 1,15 - erstmals seit Aufhebung des Mindestkurses im Januar 2015.

Indes ist es von Unternehmensseite zu Wochenbeginn zunächst sehr ruhig. Erst am Dienstag nimmt die Berichtssaison wieder deutlich Fahrt auf, wobei diese sich in dieser Woche auf Dienstag, Donnerstag und Freitag konzentriert. Von den Blue Chips legen Vifor (+0,1%), Zurich (+0,2%) und Adecco (+0,3%) Zahlen vor.

Nestlé (+0,2%), Novartis und Roche (je +0,1%) zeigen sich vorbörslich moderat fester. Alle drei Schwergewichte konnten in der vergangenen Woche klar zulegen, wobei besonders Roche stark performte. Novartis ist einer Auswertung der "Schweiz am Wochenende" zufolge am grosszügigsten, was Spenden an Patientengruppen wie die Rheumaliga oder die Aids-Hilfe angeht. Kritiker monieren laut dem Artikel allerdings, dass die Branche mit solchen Spenden das in der Schweiz geltende Werbeverbot für rezeptpflichtige Medikamente umgehe.

Auch die Banken Credit Suisse (+0,3%), Julius Bär und UBS (+0,2%) dürften weiter zulegen. In der vergangenen Woche hatten UBS und CS jeweils knapp 1% zugelegt, Bär gar 2,6%.

Für Credit Suisse erhöhte RBC das Kursziel auf 15,50 von zuvor 15,00 CHF und belässt die Einstufung auf "Sector Perform". Nach den Zahlen für das zweite Quartal 2017 erhöhte die zuständige Analystin ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie der Jahre 2018/19 - angesichts höherer Schätzungen für das Private Banking.

In der vergangenen Woche hatten von den SMI-Titeln einzig Swiss Re und Lonza (vorbörslich je +0,2%) Verluste verzeichnet. Am Montag könnten die Titel des Rückversicherers nun zur Erholung ansetzen, nachdem das Unternehmen am Freitag nach einem Halbjahresbericht unter den Erwartungen mehr als 3% abgegeben hat.

ys/rw

(AWP)