Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht höher erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte mit leichten Gewinnen in die neue Woche starten. Damit hält die freundliche Grundstimmung an, die den Schweizer Leitindex SMI in der Vorwoche um 1,7% nach oben gezogen hatte. Die Vorgaben aus den USA sind leicht positiv. Sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P-500-Index erreichten am Freitag Höchststände. Mit einer gewissen Erleichterung werden auch die neusten Zahlen zur chinesischen Konjunktur aufgenommen. Bei den einzelnen Titeln sind SGS nach Zahlen im Fokus.
17.07.2017 08:45

Der Genfer Warenprüfkonzern gibt damit bei den Schweizer Blue Chips den Startschuss zur Berichtsaison. Vier weitere Top-30-Unternehmen werden im Wochenverlauf folgen sowie mehr als ein Dutzend Gesellschaften am breiten Markt. Den Investoren steht aber auch abgesehen davon eine intensive Woche bevor: Insbesondere werden die Protagonisten der Europäischen Zentralbank (EZB) um Präsident Mario Draghi über den weiteren Verlauf in der Geldpolitik beraten.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,08% im Plus bei 9'041,99 Punkten. Abgesehen von einer Ausnahme werden alle Titel im Rahmen des Gesamtmarktes gesehen.

So werden auch die SGS-Papiere vorbörslich nach der Vorlage der Halbjahreszahlen 0,1% höher gestellt. Mit den Resultaten lag der Westschweizer Konzern beim Umsatz und Gewinn in etwa im Rahmen der Analystenschätzungen, beim operativen Ergebnis jedoch hinter den Vorgaben zurück. Die Gruppe bestätigt im Ausblick zudem die für das laufende Jahr aufgestellten Ziele.

Auch bei den Valoren, zu denen in den nächsten Tagen Zahlen erwartet werden, gibt es keine vorbörslichen Auffälligkeiten. Konkret werden am Dienstag Novartis sowie Kühne+Nagel Resultate präsentieren, am Donnerstag dann ABB und Givaudan. Novartis legte zudem am späten Freitagabend positive Daten für das Medikament Cosentyx zur Behandlung von Schuppenflechte vor.

Bei Roche (+0,1%) ist die Zulassung für das Multiple-Sklerose-Mittel Ocrevus in Australien, über welche die Gesellschaft am Montagmorgen orientierte, ebenfalls nicht kursbewegend.

Das Augenmerk dürfte sich bei Handelsbeginn auch auf die Grossbankentitel von UBS und CS (beide +0,1%) richten. In der Vorwoche hatten sich diese unterdurchschnittlich entwickelt. Unter anderem hatten zum Wochenausklang Resultate von US-Konkurrenten für schlechte Stimmung gesorgt. Diese hatten im zweiten Quartal zwar kräftig verdient, allerdings schwächelte das Kapitalmarktgeschäft teils unerwartet deutlich - was auch die Erwartungen an die beiden hiesigen Player dämpfte.

Einziger Ausreisser bei den Blue Chips sind vorbörslich Partners Group (-0,5%). Die UBS senkte am Freitagabend das Rating für die Titel auf 'Neutral' von 'Buy'. Nach einer erneut überzeugenden Vorlage der Zahlen zu den verwalteten Vermögen sehe er für die nächsten zwölf Monate keinen Katalysator für den Aktienkurs, schrieb der zuständige Analyst.

Am breiten Markt sind die Oerlikon-Papiere verstärkt im Fokus, nachdem CEO Roland Fischer am Wochenende die Verkaufsabsichten für die Sparte Drive Systems konkretisiert hat. Zudem hat EFG International den definitiven Kaufpreis für BSI bekannt gegeben, der unter der ursprünglich vereinbarten Summe liegt.

Bei Lastminute kommt es ausserdem zum Abgang des CFO, und Sulzer kündigte einen Ausbau der Niederlassung im deutschen Bechhofen an.

rw/ra

(AWP)