Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht höher gesehen - ABB und AMS im Fokus

Die Schweizer Börse wird am Montag etwas fester erwartet. "Die Lage präsentiert sich zwar mehr oder weniger unverändert wie am Freitag", sagt ein Händler. Eine leichte Erholung sei aber möglich. Dies liessen die freundlichen Kurse in Fernost und die anziehenden US-Aktien-Futures erwarten. Die Kursgewinne dürften aber moderat ausfallen, denn nach wie vor halte der ungelöste Handelsstreit der USA mit China das Geschehen im Griff.
12.08.2019 08:40

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, die USA seien nicht bereit, ein Handelsabkommen mit China abzuschliessen und die USA hätten keine andere Wahl als das zu tun, was sie derzeit machen würden. Zudem sagte er, die Gespräche mit China im September könnten abgesagt werden. Darauf waren die US-Aktien laut Marktteilnehmern leicht abgerutscht.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steigt gegen 08.20 Uhr um 0,34 Prozent auf 9'783,02 Punkte. Dabei notieren alle SMI-Werte im Plus. In der vergangenen Woche verlor der Leitindex 0,5 Prozent.

Im Fokus der Anleger stehen ABB und AMS. Der Elektrotechnikkonzern ABB (+1,2%) erhält mit Björn Rosengren einen neuen Konzernchef. Er wird ab März 2020 die Industriegruppe führen. Rosengren kommt vom Technologiekonzern Sandvik und folgt auf Ulrich Spiesshofer, der unlängst zurückgetreten war.

AMS (-8,6%) macht einen neuen Versuch zur Übernahme des deutschen Lichttechnik-Konzerns Osram und will sich den Kauf insgesamt rund 4 Milliarden Euro kosten lassen. Die Österreicher hatten bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit einer Übernahme geliebäugelt. Geplant ist die Schaffung eines weltweiten Anbieters von Sensorlösungen und Photonik. Die Finanzierung der Übernahme sei mit einer Brückenfinanzierung von 4,2 Milliarden Euro durch die Grossbanken HSBC und UBS abgesichert. Ausserdem will AMS über eine Kapitalerhöhung frische Mittel im Umfang von 1,5 Milliarden Franken aufnehmen.

Die negative Marktreaktion wird im Handel mit den vielen Unwägbarkeiten rund um den möglichen Deal erklärt - nicht zuletzt wegen der schon bislang hohen Verschuldung des Unternehmens. Dazu zähle vor allem auch die angekündigte Kapitalerhöhung, heisst es im Handel.

Novartis werden um 0,3 Prozent höher gestellt. Dass die Tochter Sandoz in Patentstreitigkeiten bezüglich des Biosimilars Erelzi eine Niederlage erlitten, wird in Börsenkreisen neutral aufgenommen. Der District Court of New Jersey hat gegen das entsprechende Sandoz-Produkt zum Referenzmedikament Enbrel (Etanercept) des US-Konkurrenten Amgen entschieden. Sandoz wird Berufung gegen das Urteil einlegen.

pre/uh

(AWP)

 

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