Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht höher gesehen - Zollstreit bleibt im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag vorbörslich etwas höher gesehen. Vor dem Beginn der Handelsgespräche zwischen den USA und China dürften sich die Anleger aber zurückhalten. Zu oft seien sie enttäuscht worden, sagt ein Händler. Zudem zeichnen an den Gesprächen beteiligte Personen ein widersprüchliches Bild: Vertreter der chinesischen Seite schliessen laut Medienberichten ein Scheitern der an (heutigen) Donnerstag beginnenden Gespräche nicht aus. Investoren haben die Hoffnung auf eine Entspannung in dem den Welthandel bremsenden Disput, was auch für eine eher freundliche Stimmung an den Märkten sorgt.
10.10.2019 08:40

Wenige Impulse entnehmen Händlern dem Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank, das am Vorabend veröffentlicht worden war. Die Mitglieder des Fed sahen laut dem Protokoll zuletzt wachsende Gefahren für die künftige wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Derweil signalisierte Fed-Chef Jerome Powell bei einer Rede am vergangenen Dienstag eine weitere Zinssenkung noch in diesem Jahr. Zudem will er mit dem Kauf von Wertpapieren gegen die Spannungen auf dem US-Geldmarkt vorgehen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI legt bis um 08.15 Uhr um 0,23 Prozent auf 9'852,67 Punkte zu. Sämtliche 20 SMI-Werte ziehen an.

Deutlich höher indiziert sind die Aktien von Swatch (+1,5%) und Richemont (+1,7%). Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit und der unerwartet gute Quartalsbericht des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH sorgen laut Händlern für anziehende Kurse. Der Weltmarktführer hat den Umsatz trotz Protesten in Hongkong im dritten Quartal um 11 Prozent gesteigert.

Mit Givaudan (+0,7%) hat der erste Bluechip-Konzern den Reigen der Zwischenberichte in der Schweiz eröffnet. Der Aromen- und Riechstoff-Hersteller hat in den ersten neun Monaten des 2019 weiter zugelegt und vor allem beim organischen Wachstum die Erwartungen der Analysten geschlagen.

Die Aktien von LafargeHolcim gewinnen vorbörslich 0,9 Prozent. Der Zementriese hat sich nach einem auf Angaben von Kreisen gestützten Bericht aus dem Bieterrennen um das Bauchemiegeschäft des Chemiekonzerns BASF zurückgezogen.

Am breiten Markt werden zudem die Aktien von Ascom um 1,1 Prozent höher gestellt, nachdem der Technologiekonzern einen 1,3 Millionen Franken schweren Auftrag aus Deutschland erhalten hat.

pre/ys

(AWP)

 
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