Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht im Plus erwartet - Nestlé und Novartis im Fokus

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich nach dem Auf und Ab der letzten Tage nun wieder ein leichtes Plus ab. Angesichts der am Vorabend veröffentlichten Protokolle der US-Notenbank Fed dürften die Investoren aber nervös bleiben. Gemäss diesen haben die US-Notenbanker trotz der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump über eine weitere Verschärfung der Geldpolitik diskutiert.
18.10.2018 08:42

Insgesamt hätten die Erwartungen für einen weiteren Zinsschritt in den USA im Dezember neue Nahrung erhalten, hiess es am Markt. Im Zentrum steht allerdings auch die auf Hochtouren laufende Berichtssaison zum dritten Quartal. An der hiesigen Börse stehen die unterschiedlich beurteilten Abschlüsse der Schwergewichte Nestlé und Novartis im Mittelpunkt.

Gegen 8.15 Uhr steht der SMI im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 0,11 Prozent im Plus bei 8'759,52 Punkten, wobei eine Mehrzahl der Titel zwischen 0,06 Prozent und 0,11 Prozent zulegen.

Vorbörsliche Abgaben gibt es allerdings für Nestlé (-0,9%). Der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller ist in den ersten neun Monaten nur knapp im Rahmen der Erwartungen gewachsen. Der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt unverändert. Gleichzeitig vermeldete das Unternehmen auch den Abgang der Asienchefin und früheren Finanzchefin Win Lang Martello, die zeitweise auch als mögliche CEO gehandelt wurde.

Die Aktien von Novartis legen vorbörslich +1,1 Prozent zu. Der Pharmakonzern hat das Wachstum im dritten Quartal fortgesetzt, vermeldet aber einen geringeren Reingewinn. Allerdings hat Novartis den Ausblick für den Umsatz im Gesamtjahr erhöht. Die Aktien des Konkurrenten Roche (+0,1%) bleiben unauffällig, am Vortag hatten sie nach ihrer Zahlenvorlage klar im Minus geschlossen.

Der Logistiker Kühne+Nagel (Aktien -0,9%) hat für das dritte Quartal ein weiteres Wachstum bekanntgegeben. Allerdings hat er damit die Analystenerwartungen bei den Gewinnzahlen nicht erreicht. Temenos legen derweil um 3 Prozent zu, nachdem der Bankensoftware-Anbieter am Vorabend einen zweistelligen Umsatz- und Gewinnanstieg im dritten Quartal bekanntgab.

Die Uhrenwerte Richemont und Swatch (je -0,3%) werden von den neusten Uhren-Exportzahlen belastet.

Bei den Finanzwerten erleiden Swiss Re (-1,5%) vorbörslich einen Taucher. Der Rückversicherer gab bekannt, dass er im dritten Quartal mit Schäden aus Naturkatastrophen in Höhe von 1,1 Mrd Dollar rechne. Dazu kommen "durch Menschenhand ausgelöste" Katastrophen wie der Einsturz der Autobahnbrücke in Genua in Höhe von etwa 300 Millionen Dollar.

Am breiten Markt werden Inficon (+3,1%) nach Zahlen deutlich höher gestellt. Das Messtechnikunternehmen hat nach einem starken dritten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.

tp/ys

(AWP)