Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht im Plus erwartet - US-Steuerpläne im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte leicht positiv in den letzten Tag der Börsenwoche und des dritten Quartals starten. Die Vorgaben aus Übersee sind verhalten, die US-Aktienmärkte sind am Vorabend wenig verändert aus dem Handel gegangen. Nach wie vor beschäftigen die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump die Akteure, während die Sorgen um Nordkorea etwas in den Hintergrund gerückt sind.
29.09.2017 08:45

Die Pläne für Steuererleichterungen in den USA werden von den Anlegern zwar begrüsst: Eine solche Reform würde der US-Wirtschaft neuen Schub geben, heisst es etwa. Skeptische Stimmen weisen darauf hin, dass sich die Ausarbeitung der Steuerpläne im parlamentarischen Prozess als schwierig erweisen dürfte.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) steht um 08.20 Uhr 0,18% höher bei 9'128,58 Punkten. Die grosse Mehrheit der Titel liegen zwischen 0,07% und 0,12% im Plus.

Für etwas Bewegung in den Aktienkursen könnte auch das Quartalsende sorgen. Der Leitindex SMI hat im dritten Quartal keine klare Richtung eingeschlagen, vielmehr ging es seit Ende Juni mal runter und in der Folge wieder hoch. Unter dem Strich errechnet sich - auch dank einem insgesamt positiven September - für das dritte Quartal aktuell aber dennoch ein Plus im SMI von gut 2%. Im Gesamtjahr 2017 hat der Leitindex immer noch über 10% gewonnen.

Deutlich zulegen können vorbörslich die schwergewichtigen Roche-Titel (+0,6%). Der Pharmakonzern hat für seinen Hoffnungsträger Perjeta ein beschleunigtes Zulassungsverfahren in den USA für die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs in frühem Stadium mitgeteilt. Die Titel des Konkurrenten Novartis (+0,1%) bewegen sich dagegen im Rahmen des Gesamtmarkts.

Auch Nestlé (+0,1%) zeigen sich vorbörslich unauffällig. Die Aktien des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns waren am Vortag noch weiter zurückgefallen, womit sie die Kursgewinne vom Dienstag im Zusammenhang mit dem positiv aufgenommen Investorentag wieder weitgehend preisgegeben hatten.

Die Grossbankentitel UBS und CS (+0,1%) bewegen sich ebenfalls mit dem Markt. Die Ratingagentur Fitch hat in der Nacht auf Freitag das Kreditrating der UBS auf "A+" von vorher "A" erhöht. Das verbesserte Rating widerspiegle die Fortschritte, welche die UBS in ihrem Geschäft gemacht habe, hiess es bei der Agentur. Das Rating für die Credit Suisse haben sie dagegen bei "A-" belassen.

Am breiten Markt hat das Logistikunternehmen Panalpina (+0,1%) eine weitere Akquisition im Bereich Frischwaren in Deutschland vermeldet. In dem Segment für verderbliche Waren, wo das Unternehmen bereits in den Niederlanden zugekauft hat, will der Basler Konzern Marktführer werden. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Dormakaba (Aktien +0,6%) hatte am Vortag erfolgreich eine Unternehmensanleihe über insgesamt 680 Mio CHF ausgegeben. Mit dem Betrag werde insbesondere der Ausbau der Geschäftstätigkeit in Nordamerika finanziert, hiess es vom Schliesstechnik-Unternehmen.

Der Industriekonzern Rieter hat sich derweil mit dem Betriebsrat am Standort Ingolstadt auf ein Massnahmenpaket im Rahmen seiner Umstrukturierung geeinigt. Nach Abschluss der Massnahmen rechnet Rieter ab 2019 mit einer Kostensenkung um mehr als 15 Mio CHF.

Des weiteren hat eine Reihe von kleineren Unternehmen zum Quartalsende die letzte Gelegenheit genutzt, ihre Halbjahreszahlen zu veröffentlichen. So haben die Perfect Holding, Airopack sowie die Eastern Property Holding Ergebnisse zum ersten Semester vorgelegt.

tp/ra

(AWP)