Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht tiefer - Adecco und Zurich im Fokus

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich nach dem deutlichen Kursrückgang des Vortags ein leicht tieferer Handelsstart ab. Weiter im Fokus ist dabei der Nordkorea-Konflikt. US-Aussenminister Rex Tillerson hat zuletzt versucht, die Gemüter etwas zu beruhigen. Die US-Märkte haben am Mittwochabend denn auch nur moderat im Minus geschlossen, und auch die japanischen Börsen haben nur noch leicht nachgeben. Allerdings sind in der Nacht auf Donnerstag auch die Märkte in China vom Abwärtstrend erfasst worden.
10.08.2017 08:45

Die Investoren sollten sich bewusst sein, dass das Potenzial für einen "politischen Fehltritt" weiterhin hoch ist, mahnt ein Marktbeobachter mit Verweis auf die "Unvorhersehbarkeit sowohl von US-Präsident Trump als auch von Nordkorea". Etwas stabilisiert hat sich vorläufig der Franken, der am Vortag als "sicherer Hafen" gesucht war. Hierzulande stehen am Donnerstag eine Reihe von Quartalszahlen im Mittelpunkt, wobei mit Adecco und Zurich auch zwei SMI-Unternehmen dabei sind.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,08% tiefer bei 9'019,89 Punkten. Die Mehrheit der Titel verliert ebenfalls in diesem Rahmen.

Mit deutlichen Abgaben fallen vorbörslich die Aktien des Personalvermittlers Adecco auf (-2,5%). Dieser hat für das zweite Quartal 2017 zwar ein solides Wachstum und einen kleinen Gewinnanstieg vermeldet. Allerdings hat er die Erwartungen der Analysten damit sowohl beim Wachstum wie auch bei den Gewinnzahlen verfehlt.

Die Zurich-Semesterzahlen (Aktie +1,5%) werden dagegen positiv aufgenommen, die Titel notieren vorbörslich als einziger SMI-Wert im Plus. Der Versicherungskonzern hat im ersten Halbjahr zwar einen Gewinnrückgang vermeldet, allerdings ist das wegen regulatorischer Anpassungen im britischen Geschäft keine Überraschung. Zudem konnte das Betriebsergebnis trotz dem Effekt in Grossbritannien auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Insgesamt konnte Zurich mit dem ausgewiesenen Gewinn und dem Betriebsergebnis die Vorgaben der Analysten übertreffen.

Im breiten Markt stehen ebenfalls zahlreiche Halbjahresabschlüsse im Zentrum. So hat das Pharmaunternehmen Basilea (-0,1%) für das Halbjahr bei einem gestiegenen Umsatz einen verringerten Halbjahresverlust präsentiert. Für das laufende Geschäftsjahr wurden die Erwartungen für die Umsätze aus Produktverkäufen leicht erhöht.

Der Bauausrüster Arbonia (kein Kurs) hat für das Halbjahr einen rückläufigen Umsatz und deutlich höhere Gewinnzahlen vorgelegt. Beeinflusst worden die Zahlen vor allem durch Akquisitionen aus dem Jahr 2016. Die Erwartungen der Analysten wurden damit beim Umsatz leicht übertroffen, beim Betriebsergebnis allerdings unterschritten. Die Lagerlogistikgruppe Kardex (kein Kurs) hat derweil Auftragseingang, Umsatz und Gewinn im ersten Semester klar erhöht. Allerdings wurden die Analystenprognosen damit leicht verfehlt.

Einen leichten Gewinnanstieg hat zudem die Bank Valiant (kein Kurs) vermeldet, wobei sie insgesamt am oberen Ende der Analystenerwartungen abschnitt. Für das Gesamtjahr erwartet Valiant unverändert einen Gewinn in der Höhe des Vorjahres.

Ebenfalls Semesterzahlen hat die Online-Reiseagentur Lastminute.com vermeldet, zudem will das Unternehmen den Rückkauf von einem Drittel des gesamten Aktienkapitals prüfen. In einer Vorabmeldung hat zudem der Immobilienentwickler Peach Property einen Gewinnsprung für das erste Halbjahr angekündigt.

tp/uh

(AWP)