Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht tiefer erwartet - UBS und CS im Fokus

Am Schweizer Aktienmarkt deuten die vorbörslichen Indikationen am Freitag auf eine schwächere Eröffnung hin. Die Vorgaben fallen gemischt aus. Während der Dow Jones seine Rekordjagt am Vorabend weiter fortsetzte, verbuchte die technologielastige Nasdaq Einbussen. In Asien zeigen die Indizes rote Vorzeichen auf. Hierzulande stehen die Grossbanken nach den Halbjahreszahlen im Fokus.
28.07.2017 08:45

Für Bewegung sorge derzeit vor allem die schwindende Hoffnung auf wirtschaftlichen Schub durch die Administration Trump, sagte ein Marktteilnehmer. Das zeige sich nicht zuletzt an den Währungen mit einem steigendenden Euro zu Dollar und Franken. Die Wirtschaftsentwicklung in Europa sei real und habe sich gefestigt und in den USA könnten die Zinsanhebungen langsamer als bisher erwartet ausfallen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,23% tiefer bei 8'996,99 Punkten. Fast alle Titel bewegen sich dabei in einer engen Spanne von -0,2 bis -0,3%.

Von den beiden Grossbanken stehen vorbörslich einzig Credit Suisse im Plus (+0,6%). Die Bank hat das zweite Quartal 2017 etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen und den Gewinn zum Vorjahr gesteigert. Alle Divisionen erzielten im zweiten Quartal ein positives Ergebnis. Die Vermögensverwaltung zog Neugelder an und bei den Kosteneinsparungen sieht sich die Bank auf Kurs.

Etwas besser als erwartet waren die Zahlen bei der UBS (-0,4%). Der Konzernchef zeigte sich insbesondere mit dem globalen Wealth Management zufrieden. Die Stimmung und das Vertrauen der Anleger hätten sich verbessert, hiess es.

Wie bereits am Vortag könnten auch wieder die Schwergewichte die Richtung für den Handel vorgeben. Bei Roche (-0,2%) hatten die Zahlen am Vortag nur zu einem kleinen Plus gereicht. Die am Vortag etwas stärkeren Novartis (-0,3%) tendieren vorbörslich etwas tiefer. Nestlé (-0,2%), die an Donnerstag nach Zahlen zeitweise Federn lassen mussten, bewegen sich ebenfalls nahe dem Markt-Durchschnitt.

Auffällig zeigen sich erneut Sika (+0,7%). Das Unternehmen hatte mit seinem Halbjahresausweis bereits am Vortag überzeugen können. Für das zweite Semester 2017 rechne er mit einem höheren organischen Wachstum und einer weiteren Expansion der EBIT-Marge, schreibt der zuständige Experte.

Am breiten Markt findet sich mit Oerlikon (+0,5%) und Panalpina (+0,1%) zwei weitere vorbörslich positive Titel.

Aus der zweiten Reihe gab es eine ganze Reihe von Zahlen. So haben Forbo, KTM, Cosmo, Zehnder und Bellevue Halbjahresergebnisse vorgelegt.

Am Vorabend hatte bereits Myriad einen erneuten Verlust ausgewiesen. Das Unternehmen plant eine Kapitalerhöhung und erwägt, die Börsenkotierung an der SIX aufzugeben.

yr/cp

(AWP)