Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Abgaben erwartet am Hexensabbat

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zum Wochenschluss eine leicht tiefere Eröffnung ab. Die Vorgaben aus Übersee liefern nur wenig Unterstützung. Die asiatischen Börsen verbuchen knappe Gewinne, nachdem die Wall Street nach dem europäischen Handelsschluss am Donnerstag zurückgekommen war. Laut Händlern dürfte der Handelsverlauf ohnehin eher volatil verlaufen.
20.09.2019 08:45

Denn einerseits ist Hexensabbat, also grosser Verfallstag an der Derivatebörse Eurex. Es laufen Terminkontrakte und Optionen auf die grossen Aktienindizes aus. An diesen Tagen versuchen Investoren oft, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Erratische Bewegungen sind daher keine Seltenheit. Hinzu komme, dass viele institutionelle Investoren vor dem Quartalsende versuchen, ihre Positionen zu glätten. Die Stimmung wiederum dürfte sich wegen der wieder aufgenommenen Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelsstreit etwas aufhellen, heisst es von Händlern.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI verliert gegen 08.15 Uhr 0,19 Prozent auf 10'045,66 Punkte. Alle der 20 SMI-Titel fallen vorbörslich zwischen 0,1 und 0,3 Prozent zurück.

Die vergleichsweise höheren Abgaben von 0,3 Prozent sind bei Zyklikern wie ABB und Adecco zu beobachten, aber auch bei der Grossbank UBS, die am Vortag zusammen mit der CS und Julius Bär (beide -0,2%) noch zu den grössten Gewinnern gezählt hatte. Die Erhöhung der Freibeträge durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) sorgte für eine gewisse Erleichterung am Markt.

Mit Abgaben von jeweils 0,1 Prozent halten sich dagegen eher defensiv bewertete Papiere wie die der Swisscom und der Swiss Life etwas besser als der Gesamtmarkt.

Roche (-0,2%) zeigen sich zunächst kaum bewegt durch die US-Zulassung für einen weiteren seiner Bluttests. Auch die Hochstufung der die Société Générale auf "Hold" wird ohne grössere Euphorie aufgenommen.

hr/ra

(AWP)