Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Abschläge in ruhigem Handel erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den vorbörslichen Indikationen zufolge leicht tiefer in den Handel am Donnerstag starten und damit an die Abgaben des Vortages anknüpfen. Insgesamt dürfte der Handel aber eher in ruhigen Bahnen verlaufen. Zwar gab es an den chinesischen Aktienmärkten Verluste, die Börse in Tokio bliebe hingegen wegen eines Feiertags geschlossen. Auch aus den USA wird es keine Impulse geben, da die dortigen Märkte wegen Thanksgiving geschlossen bleiben.
23.11.2017 08:45

Die Vorgaben aus New York sind derweil mehr oder weniger neutral, nach Handelsschluss in Europa tat sich dort nicht mehr allzu viel. Die Publikation des Protokolls der letzten Fed-Sitzung sorgte für keine grossen Bewegungen am Aktienmarkt: die Finanzmärkte gehen weiter von einer Leitzinsanhebung im Dezember aus. Für den heutigen Tag stehen in der Eurozone noch die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Sitzung des EZB-Rates sowie die des Einkaufsmanagerindexes PMI auf der Agenda.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.25 Uhr um 0,15% tiefer bei 9'277,51 Punkten. Dass das am Vortag erreichte Jahreshoch von 9'361 Punkten noch einmal erklommen wird, scheint somit eher unrealisitsch.

Vörbörslich notieren die meisten Titel in etwa mit dem Index knapp im Minus. Das gilt auch für die drei defensiven Schwergewichte Roche Novartis und Nestlé. Erstere hatten am Vortag weitere Kursgewinne von 1,2% verbuchen können, dies aufgrund von guten Studiendaten für Medikamente Anfang Woche.

Bei den Versicherungstiteln sorgen Swiss Re (-0,1%) für etwas Gesprächsstoff, der sich allerdings vorbörslich nicht positiv auf den Kurs auswirkt. So hatte Société Générale das Kursziel auf 97 CHF von 85 CHF und das Rating auf "Hold" von "Sell" erhöht. Zwar spreche die Tatsache, dass Naturkatastrophen auch in der zweiten Jahreshälfte angehalten haben, grundsätzlich für steigende Raten in der Rückversicherung, schreiben die Analysten. Sie seien aber skeptisch, was die Langlebigkeit dieser möglichen Preiserhöhungen betreffe.

Am breiten Markt gibt es zum heutigen Tag einige Neuigkeiten. Die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi (kein vorbörslicher Kurs) hat im Halbjahr Umsatz und Auftragseingang gesteigert. Bereinigt um einen einmaligen Sonderertrag im Vorjahr konnten auch Betriebsergebnis und Nettogewinn zulegen.

Die Versandapotheke Zur Rose (kein vorbörslicher Kurs) übernimmt von der Ströer SE & Co. KGaA die Versandapotheke Vitalsana sowie den dazugehörigen Dienstleister ApDG. Zum Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bereits am Vorabend hatte Kuros Biosciences (kein vorbörslicher Kurs) bekannt gegeben, eine grössere Finanzierungsrunde mit einem US-Fonds abgeschlossen und sich so neue Eigenmittel von bis zu 30 Mio CHF gesichert zu haben.

kw/uh

(AWP)