Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Verlust

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte zur Wochenmitte ohne allzu grosse Ausschläge in den Handel starten, wobei die Grundtendenz leicht negativ ist. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass es der Leitindex SMI im frühen Handel wieder über die Hürde von 9'200 Punkten schafft; am Dienstag hatte er erstmals im Oktober knapp unter dieser Marke geschlossen. Generell mangelt es zum Börsenstart an klaren Impulsen.
25.10.2017 08:45

Laut Händlern besteht eine gewisse Tendenz zu Gewinnmitnahmen, weil am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) die neusten geldpolitischen Entscheide verkünden wird - was naturgemäss mit Unsicherheit behaftet ist. Abgesehen davon sind die Vorgaben aus New York in etwa neutral, auch wenn der Dow Jones Industrial im Handelsverlauf erneut eine Bestmarke setzte. Leicht positiv ist hingegen die Entwicklung am Devisenmarkt, wo der Euro in der Nacht mit knapp 1,1662 CHF den auf den höchsten Stand seit Aufhebung der Untergrenze stieg.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,14% tiefer bei 9'182,26 Punkten.

Zu den einzelnen Blue Chips liegen keine bedeutenden Nachrichten vor. Die meisten Papiere notieren im Rahmen des Gesamtmarktes.

Im Fokus sind vor allem jene Titel, zu denen es am Vortag Zahlen gab. Dies gilt insbesondere für die schwergewichtigen Novartis, die am Vortag mit einem Minus von 3% hauptverantwortlich für das moderate Minus des Gesamtmarktes waren. Nun zeichnen sich neuerlich Abgaben von 0,4% ab, womit die Valoren das Schlusslicht im SMI/SLI-Tableau bilden. Belastend dürfte eine Ratingsenkung von Barclays auf 'Underweight' sein; die Analysten des Instituts zeigen sich enttäuscht von den Nachrichten vom Vortag - etwa, dass der Alcon-Entscheid vertagt wurde.

Aus dem gleichen Grund richtet sich das Augenmerk auch auf Logitech (-0,2%), die nach der Zahlenvorlage am Vortag ebenfalls markant einbüssten.

Gewinne deuten sich vorbörslich einzig bei Swiss Re (+0,7%), Sonova (+0,4%) sowie den Luxusgüterpapieren von Swatch (+0,4%) und Richemont (+0,4%) an. Zu Swiss Re und Sonova liegen neue Analysteneinschätzungen vor. So erhöhte Barclays das Rating für Swiss Re auf 'Overweight'. Nach hohen Schadenkosten im dritten Quartal halte er die Branche für gut gewappnet, um die Gewinne wieder auf das Niveau vor der Hurrikan-Saison zu hieven, schreiben die zuständigen Analysten. Bei Sonova gibt es eine Kurszielerhöhung von Bernstein.

Abgesehen davon rücken jene Valoren ins Blickfeld, zu denen am Donnerstag und Freitag Zwischenergebnisse erwartet werden. Es sind dies ABB, Lonza und Sika am Donnerstag sowie LafargeHolcim und UBS am Freitag (alle -0,2%).

Am breiten Markt ist etwas mehr los. So haben etwa Vontobel (+1,1%), die Glarner Kantonalbank und HBM Zahlen vorgelegt. Das Augenmerk der Investoren dürfte sich ausserdem nochmals auf AMS (-0,2%) richten, nachdem die Papiere des österreichischen Chipherstellers am Vortag um fast 22% in die Höhe geschnellt waren.

rw/cf

(AWP)