Aktien Schweiz Vorbörse: Leichter erwartet - Risikobereitschafts sinkt

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zur Wochenmitte eine leichtere Eröffnung ab. Da die US-Börsen am Dienstag wegen des Nationalfeiertages geschlossen waren, liefern lediglich die asiatischen Börsen eine Vorgabe. Und diese fällt durchwachsen aus. Die durch Nordkoreas Raketentest verschärften geopolitischen Spannungen hätten die Risikobereitschaft der Anleger gedämpft, und auch die aktuellen Konjunkturdaten seien eher verhalten, heisst es dazu im Handel.
05.07.2017 08:45

Es gebe jedoch keine starken Impulse für die Eröffnung, erklären Marktteilnehmer. Sie heben zudem die zuletzt sehr niedrige Volatilität hervor. Dieses Thema hatte zuletzt die US-Investmentbank Goldman Sachs beleuchtet und geschrieben, dass es immer wieder längere Phasen mit einer niedrigen Volatilität gegeben habe. Ihr Ende sei meist durch unvorhergesehene Ereignisse bestimmt worden, nicht zuletzt Schock-Situationen. Angesichts der Lage um Nordkorea sollten an solchen Tagen sichere Häfen wie Bonds und auch der Schweizer Franken beobachtet werden. Mit Spannung warten Anleger zudem auf Arbeitsmarktdaten aus den USA am Nachmittag und das Sitzungsprotokoll der Fed am Abend.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,27% tiefer bei 8'947,27 Punkten. Von den 20 SMI-Werten notieren vorbörslich alle im Minus.

Mit Novartis (-0,7%) ist es erneut eines der drei Schwergewichte, das massgeblich für die schwächere vorbörsliche Indikation verantwortlich ist. Die Papiere leiden unter einer Abstufung durch die Experten der Credit Suisse, die den Titel neu mit "Underperform" einstufen. Derweil halten sich Roche (-0,2%) und Nestlé (-0,1%) etwas besser als der Gesamtmarkt.

Mit dem Markt schwächer präsentieren sich vorbörslich auch Zykliker wie ABB, Adecco (beide -0,3%) und LafargeHolcim (-0,2%), die bereits am Vortag zu den grösseren Verlieren gezählt hatten. Für Adecco hat zudem KeplerCheuvreux an diesem Morgen das Kursziel etwas reduziert.

Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS (beide -0,2%) geben vorbörslich ebenfalls nach. UBS knüpfen damit an den schwächeren Vortagestrend an, während die Aktien der CS am Dienstag noch zulegen konnten.

Unter den Blue Chips bilden Clariant mit einem vorbörslich unveränderten Kurs eine Ausnahme. Sie hatten am Dienstag deutlich im Plus geschlossen, nachdem der Grossaktionär White Tale für eine neue Wendung in der geplanten Fusion zwischen Clariant und dem US-Mitbewerber Huntsman gesorgt hatte.

hr/rw

(AWP)