Aktien Schweiz Vorbörse: Leichtes Plus - Pharmawerte stützen Gesamtmarkt

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montag ein freundlicher Start in das zweite Quartal ab. Allerdings wird dieser vor allem durch die vorbörslichen Kursgewinne der beiden Pharma-Schwergewichte getragen, die Mehrzahl der SMI-Papiere notiert hingegen im Minus. Tendenziell unterstützend sind allerdings auch die Vorgaben aus Übersee. Trotz des Rückgangs am Freitag, hat die Wall Street das erste Quartal stark beendet, und auch in Asien ist die Stimmung zum Wochenstart freundlich.
03.04.2017 08:45

Die laufende Woche wird vor allem durch eine Vielzahl von Konjunkturdaten bestimmt werden. Den Anfang machte an diesem Morgen in Japan der so genannte Tankan-Bericht, der leicht gestiegen ist. Es folgt hierzulande noch der Schweizer Einkaufsmanager-Index PMI für März. Darüber hinaus dürften erneut politische Themen das Marktgeschehen beeinflussen. So sorgt etwa US-Präsident Donald Trump mit seinen Aussagen gegenüber der "Financial Times" über einen möglichen Alleingang beim Thema Nordkorea für Unsicherheit. Auch das für diese Woche geplante Treffen zwischen Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping steht dabei im Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit 0,11% höher bei 8'668,54 Punkten. Unter den SMI-Blue-Chips gewinnen vorbörslich nur die Aktien von Roche und Novartis hinzu. Mit der freundlichen Tendenz schliesst der Leitindex zunächst an die Tendenz des ersten Quartals an, in dem der SMI um 5,3% gestiegen ist.

Sowohl Roche als auch Novartis (beide +0,5%) stechen vorbörslich mit ihren Kursgewinnen heraus. Roche kann mit positiven Studiendaten zu seinem Mittel Alecensa in der Behandlung von Lungenkrebs (NSCLC) punkten. Zudem hat die Diagnostics-Sparte die Markteinführung eines Cobas Liat PCR-Nukleinsäure-Tests zum Nachweis einer Infektion mit dem Bakterium Clostridium Difficile eingeführt.

Novartis wiederum hat von der EU die Zulassung für seine Kombinations-Therapie aus Tafinlar und Mekinist erhalten. Das Mittel darf bei Patienten mit bestimmtem Lungenkrebs eingesetzt werden.

Mit Galenica (ohne vorbörslichen Kurs) meldet sich noch ein weiterer Vertreter aus der Gesundheitsbranche zu Wort. Das Unternehmen hat die Angaben zum bevorstehenden Börsengang der Apotheken- und Logistiksparte leicht modifiziert. Die Preisspanne für die Galenica-Santé- Aktien wird neu auf 37 CHF bis 39 CHF festgelegt, was einer Marktkapitalisierung von 1,85 Mrd bis 1,95 Mrd CHF entspricht. Zuvor lag das untere Ende der Spanne bei 31 CHF. Ausserdem wird das Platzierungsvolumen erhöht.

Zu den grössten Verlierern zählen im vorbörslichen Handel unter anderem die Aktien von Zyklikern wie ABB, LafargeHolcim und Richemont, die allesamt etwas mehr als 0,1% abgeben. Sie haben im ersten Quartal allerdings auch mit zu den grösseren Gewinnern gezählt.

Für die Anteilsscheine der beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS geht es vorbörslich ebenfalls um etwas mehr als 0,1% abwärts. Von der Credit Suisse gibt es zunächst keine weiteren Details zu dem Verfahren mehrerer europäischer Länder gegen mögliche Steuersünder vom vergangenen Freitag.

Bei der UBS wiederum dürfte die Personalie, dass Julie Richardson für eine einjährige Amtsdauer in den Verwaltungsrat gewählt werden soll, kaum für Kursbewegungen sorgen.

Mit Nachrichten steht sonst noch der Versicherer Bâloise (-0,1%) im Blick. Das Unternehmen hat den im Januar angekündigten Kauf von drei Aktienpaketen über knapp 71% an der Pax Anlage AG vollzogen.

Im breiten Markt erwarten Marktteilnehmer bei Evolva zum Handelsstart eine deutlich positive Kursreaktion, nachdem das Unternehmen mit dem US-Partner Cargill eine langfristige Vereinbarung getroffen hat. Zudem stehen Schmolz+Bickenbach nach einer positiven Gewinnwarnung im Fokus.

hr/rw

(AWP)