Aktien Schweiz Vorbörse: Negativer Trend zu erwarten - Givaudan ex Dividende

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag gemäss vorbörslicher Indikation mit Abgaben in die neue Handelswoche starten. Die Vorgaben aus den USA und Japan sind negativ. Die US-Märkte verzeichneten in der abgelaufenen Woche den grössten Rückgang seit der Präsidentschaftswahl im November und in Japan sank der Nikkei deutlich - unter anderem wegen dem stärkeren Yen.
27.03.2017 08:45

Insgesamt sei die Stimmung angespannt, berichten Marktteilnehmer. Dass US-Präsident Trump seine Gesundheitsreform nicht mal bei den republikanischen Kongressmitgliedern durchbringe, werde als schlechtes Zeichen für die Steuerreform gewertet. Dies laste auf den Kursen der Konzerne mit US-Präsenz.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr um 0,50% tiefer bei 8'570,26 Punkten, wobei durchs Band tiefere Kurse zu beobachten sind.

Bei den Blue Chips erhalten die Nestlé-Papiere (-0,4% auf 76.50 CHF) von einer Kurszielerhöhung durch Jefferies keinen Support. Der neue CEO Mark Schneider dürfte das Unternehmen mit der Priorisierung der Produktekategorien Kaffee, Wasser und Tierpflege in eine zunkunftsträchtige Form überführen, heisst es bei der Bank. Weil aber "auf kurze Sicht die positiven Katalysatoren fehlen", wird das Rating auf 'Hold' belassen.

Auch die Basler Pharmaschwergewichte Novartis (-0,5%) und Roche (-0,4%) ziehen den Leitindex nach unten. Am deutlichsten im Minus sind die Valoren des Aromen- Riechstoffspezialisten Givaudan (-3,6% bzw. 66,21 CHF), wobei 56 CHF auf die heute abfliessende Dividende zurückzuführen sind.

Auch Credit Suisse (-0,6%) leiden unter Abgabedruck. Im Rahmen einer Branchenstudie hat HSBC das Kursziel etwas erhöht und die Empfehlung zum Kaufen bestätigt, was den Titel derzeit aber kaum stützt. Die CS befinde sich mitten in einer Restrukturierung, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen dürfte, schreibt die Bank. Auch wenn es nicht zum IPO der Schweizer Aktivitäten kommen sollte, sei die Kapitalsituation der Bank angemessen. Kurzfristig seien die vorteilhafte Mischung im Investmentbanking und der Fokus auf das US-Geschäft positive Impulsgeber.

Auch UBS (-0,6%) mit weniger ausgeprägtem Investmentbanking leiden unter dem allgemeinen Verkaufsdruck. Den Privatbank-Valoren von Julius Bär (-0,4%) geht es kaum besser.

Im breiten Markt rapportierte die Klinik- und Hotelbetreiberin Aevis Victoria ihre Jahreszahlen für 2016. Die Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 mehr umgesetzt und unter dem Strich weniger verdient.

Auch die Aktien der Cham Paper Group oder von KTM Industries stehen nach Zahlen etwas im Fokus.

pr/cf

(AWP)