Aktien Schweiz Vorbörse: SMI auf Rekordkurs erwartet - Roche stützen

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zur Wochenmitte ein freundlicher Start in den Handelstag und damit eine Fortsetzung des jüngsten Höhenflugs ab. Unterstützung kommt dabei vor allem von den Märkten in Übersee. Während die Wall Street am Dienstag ihren Rekordkurs wieder aufgenommen hatte, folgten an diesem Morgen auch die Märkte in Asien dem Beispiel. So überschritt etwa der Hang Seng zeitweise die Marke von 30'000 Zählern und erreichte seinen höchsten Stand seit zehn Jahren. Auch die anderen asiatischen Börsen tendieren am Mittwoch fester.
22.11.2017 08:45

Die treibende Kraft hinter der anhaltenden Rekordjagd sind nach wie vor die Aussichten auf eine wachsende Weltkonjunktur. Zudem bleibe das Thema US-Steuerreform weiterhin ein Aspekt, der die Märkte tendenziell stütze, heisst es im Handel. In den USA stehen im Tagesverlauf eine Vielzahl von Daten auf der Agenda und am Abend wird noch das Sitzungsportokoll der jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht. Am morgigen Donnerstag bleiben die US-Börsen wegen Thanksgiving geschlossen und am Freitag wird der Handel verkürzt sein.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr um 0,26% höher bei 9'348,70 Punkten und damit nur knapp unter den 9'350 Punkten, die er am Dienstagnachmittag erklommen hatte. Es erreichte damit den höchsten Stand seit August 2015.

Die deutlichsten Bewegungen verzeichnen vorbörslich die Aktien von Schwergewicht Roche (+0,8%). Analystenstimmen sorgen für erneuten Rückenwind. Immerhin gab es für die Genussscheine gleich zwei Hochstufungen. Die Experten von Baader Helvea und Liberum reagieren mit ihren neu ausgesprochenen Kaufempfehlungen vor allem auf die positiv aufgenommenen Studiendaten vom Wochenstart. Durch sie werden die Sorgen um eine Umsatzerosion durch Biosimilars etwas gedämpft. Für die anderen beiden Schwergewichte Nestlé und Novartis geht es vorbörslich um 0,1% aufwärts.

Im Finanzsektor sind es am Morgen ebenfalls Analysteneinschätzungen, die für Bewegung sorgen, allen voran bei den Anteilsscheinen der Swiss Re (+0,7%). Hier zeigt sich der zuständige Analyst von Baader Helvea überzeugt, dass die Rückversicherer bei der Erneuerungsrunde im Januar nach der schadenreichen Hurrikan-Saison signifikant höhere Preise durchsetzen können.

Kurszielerhöhungen durch die Deutsche Bank rücken zudem die Papiere von Julius Bär (+0,3%) CS und UBS (beide +0,1%) in den Fokus. Dabei schreiben die Experten, dass sie für die Schweizer Banken zyklischen Rückenwind erwarten. Vor allem die CS und Julius Bär bieten laut den Experten gute Wachstumsaussichten.

Der Nachrichtenfluss ist insgesamt überschaubar. Lediglich Adecco (+0,1%) sorgen mit Personalien für Gesprächsstoff. Der Zeitstellenvermittler nimmt Ian Lee, als Leiter der Region Asien Pazifik, und Chief Information Officer Rob James werden per 1. Januar 2018 in die Geschäftsleitung auf.

Unter den Zyklikern gewinnen noch Richemont (+0,4%) vorbörslich überproportional hinzu. Die am Vortag veröffentlichte Uhrenexportstatistik hatte für Oktober eine anhaltende Erholung bestätigt.

Mit Handelsstart könnten im breiten Markt noch die Aktien der auf Röntgen-, Hochfrequenz- und ebeam-Technologie spezialisierten Comet-Gruppe einen Blick wert sein. Im Rahmen eines Investorentages bestätigt das Unternehmen die Guidance für das laufende Jahr, verkürzt aber den Zeitrahmen für die Mittelfristziele.

hr/cf

(AWP)