Aktien Schweiz Vorbörse: SMI auf Rekordkurs - Positive Stimmung hält an

An der Schweizer Börse dürfte es auch zu Beginn der neuen Woche aufwärts gehen. Der Leitindex SMI könnte dabei schon in der Startphase in den Bereich des am 3. Juli gesetzten Allzeithoch von 10'091,48 Punkten kommen. Laut Händlern mehren sich die optimistischen Stimmen. Nach einem wochenlangen Zick-Zack-Kurs habe sich der Markt nun für die Richtung "nach oben" entschieden, ist zu hören.
09.09.2019 08:42

Die gute Stimmung hat letzte Woche nach Entspannungssignalen im Handelsstreit eingesetzt. Die Risiken - Handelsstreit, Brexit, Konjunktur - seien allerdings nicht verschwunden, meinen Skeptiker und verweisen zum Beispiel auf die am Sonntag publizierten schwachen chinesischen Aussenhandelszahlen. In der neuen Woche rücken ausserdem die Notenbanken wieder verstärkt ins Zentrum des Interessens: Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrer Zinssitzung wohl weitere Lockerungsmassnahmen ins Auge fassen - was auch Folgen auf den Euro-Franken-Kurs haben könnte.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.15 Uhr 0,17 Prozent höher bei 10'090,53 Zählern und damit praktisch auf Allzeithoch. In der Vorwoche war der Leitindex um 1,80 Prozent gestiegen.

Die meisten SMI-Titel werden zum Wochenstart 0,1 bis 0,2 Prozent höher indiziert. Die Ausnahmen sind auf der positiven Seite Givaudan, die sich vorbörslich um 1,2 Prozent verteuern. Grund ist eine neue Kaufempfehlung durch die Berenberg-Analysten.

Nicht mit dem Markt mithalten dürften hingegen die schwergewichtigen Nestlé (-0,1%), die als einziges SMI-Papier tiefer erwartet werden. Hier belastet eine Studie der Deutschen Bank, in welcher der Nahrungsmittelhersteller nur noch mit "Hold" statt "Buy" bewertet wird. Ebenfalls unterdurchschnittlich dürften sich CS (unverändert) entwickeln.

Nachrichten von Unternehmen sind abgesehen davon Mangelware. Im Fokus sind nach dem jährlichen Treffen der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo Swiss Re (+0,2%). Dort liess das Management verlauten, dass es nach den Verwüstungen auf den Bahamas durch Hurrikan "Dorian" noch zu früh sei für Schadenschätzungen. Ausserdem hiess es, dass man keine Preissteigerungen auf breiter Front erwarte.

Auch etwas im Fokus sind die Papiere der Partners Group (+0,2%) nach zwei Investments in Asien. Das Unternehmen wird am (morgigen) Dienstag seine Semesterzahlen präsentieren.

Kaum für Bewegung sorgen neue Studiendaten bei Novartis und eine kleine Übernahme bei Sika (je +0,2%).

rw/uh

(AWP)