Aktien Schweiz Vorbörse: SMI erneut mit Gewinnen erwartet

Nach dem starken Anstieg zu Wochenbeginn dürfte der Schweizer Aktienmarkt auch am Dienstag freundlich in den Handel starten. Allerdings dürfte das Tempo zunächst eher gemässigt sein. Gute Konjunkturdaten hatten am Montag die Risikobereitschaft der Investoren im In- und Ausland geschürt. Auch am Dienstagmorgen sind die neuesten Daten aus Asien positiv und sorgen in der Region für erneut feste Notierungen.
04.08.2020 08:45

Die Kommentare zum Verhandlungsverlauf zwischen den beiden politischen Lagern in den USA werden ebenfalls als ermutigend gewertet. Man sei auf einem guten Weg, sagte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Gleichzeitig werfe das Vorgehen der US-Regierung gegen chinesische Technologie-Unternehmen Fragen auf, kommentiert ein Händler.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI notiert gegen 08.15 Uhr um 0,21 Prozent höher bei 10'250,59 Punkten. Alle 20 SMI-Titel bis auf SGS (-2,9%) gewinnen hinzu.

Die Aktien des Warenprüfkonzerns leiden unter dem Verlust des langjährigsten Investoren. Die Familie von Finck verkauft ihre verbleibende Beteiligung an dem Genfer Konzern. Die Transaktion betreffe rund 2,96 Prozent am Unternehmen. Der Platzierungspreis wurde bei 2'345 Franken festgelegt, entsprechend einem Discount von 4,7 Prozent zum letzten Kurs.

Aus einem ähnlichen Grund geht es im breiten Markt auch für SIG-Combibloc-Aktien um überdurchschnittliche 1,8 Prozent abwärts. Hier hat der Grossaktionär Onex seine Anteile an dem Hersteller von Verpackungs- und Getränkekartonmaschinen halbiert.

Auch sonst sind es die Unternehmen der zweiten Reihe, die am Morgen das Nachrichtenaufkommen bestimmen. So hat etwa der Apotheken- und Gesundheitskonzern Galenica (+1,2%) im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Vor allem aber hat das Unternehmen seinen Ausblick leicht erhöht.

Auch Oerlikon (+1,0%) setzt sich nach Zahlen positiv vom Gesamtmarkt ab. Mit den vorgelegten Zahlen hat der Industriekonzern die Erwartungen der Analysten teilweise leicht übertroffen.

Der Finanzdienstleister GAM (+0,4%) wiederum hat im ersten Halbjahr 2020 weitere Geldabflüsse erlitten. Diese seien allerdings im zweiten Quartal geringer ausgefallen als noch im ersten Quartal.

hr/rw

(AWP)

 
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