Aktien Schweiz Vorbörse: SMI knapp im Minus erwartet

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montag ein hauchdünnes Minus zur Eröffnung ab. Von den Börsen in Übersee kommen in der Tendenz eher schwächere Vorgaben. So hatte die Wall Street am Freitag im Minus geschlossen und auch in Asien fallen wichtige Märkte wie China zum Wochenstart zurück.
23.09.2019 08:42

Auslöser sind die jüngsten Entwicklungen im US-chinesischen Handelsstreit. Nachdem die Chinesen die in den USA geführten Gespräche mit den USA am Freitag abrupt beendet hatten, gab die Wall Street klar nach. Im Verlauf des Wochenendes gab es von beiden Seiten zwar versöhnliche Töne, die Unsicherheit ist aber dennoch weiter hoch. So bezeichneten beide Länder die Gespräche der vergangenen Woche als konstruktiv. Laut Händlern dürfte nach den zahlreichen Notenbank-Entscheidungen in der vergangenen Woche nun das Thema Handelsbeziehungen wieder stärker in den Fokus rücken.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI weist gegen 08.20 Uhr ein Minus von 0,09 Prozent auf 10'047,75 Punkte auf. Unter den 20 SMI-Werten weisen aktuell nur die Genussscheine von Roche ein kleines Plus von 0,2 Prozent auf. Alle anderen Blue Chips geben zwischen 0,1 und 0,2 Prozent nach.

Roche hatte noch am Freitag die Zulassung für Tecentriq bei einem bestimmten Brustkrebs gemeldet. Zum Wochenstart bereitete der Konzern mit einer ersten Übersicht bereits auf die anstehenden Daten am Fachkongress Esmo vor. Schon in der Vorwoche haben die Titel mit einem Plus von mehr als vier Prozent zu den Favoriten der Anlegerschar gehört.

Derweil knüpfen die beiden Bankaktien von UBS und CS (beide -0,2%) an ihre schwächere Vorwoche an. Beide waren am Wochenende in der Presse erwähnt worden. So hat die CS den zur UBS übergelaufenen Top-Manager Iqbal Khan Medienberichten zufolge beschatten lassen. Die UBS wiederum will laut COO Sabine Keller-Busse die Kleinsparer trotz anhaltender Negativzinsen nicht zur Kasse bitten.

Im breiten Markt sollten Investoren mit Börsenstart ein Blick auf den Solarzulieferer Meyer Burger haben. Der Verwaltungsrat des Unternehmen stellt sich gegen die Wahl eines Vertreters des aktivistischen Aktionärs Sentis in den Verwaltungsrat. Händler erwarten Kursgewinne.

hr/tt

(AWP)