Aktien Schweiz Vorbörse: Tiefere Eröffnung erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt steuert am Mittwoch auf eine tiefere Eröffnung zu. Die grosse Mehrheit der Titel weist dabei Abschläge im Bereich von 0,2 bis 0,4% auf. Nach drei Wochen mit praktisch nur steigenden Kursen zeichnen sich damit zumindest für die Eröffnungsphase wieder einmal Gewinnmitnahmen ab. Zu Rücksetzern ist es allerdings auch schon am Montag und in der Vorwoche gekommen, allerdings fielen diese jeweils sehr moderat aus. Die Vorgaben aus den USA sind neutral und diejenigen aus Asien negativ, so dass auch von dieser Seite keine Impulse kommen.
17.05.2017 08:45

Die Stimmung habe sich nicht grundsätzlich verschlechtert, hiess es in Börsenkreisen. Mittlerweile seien die Bewertungen aber sehr hoch und für weitere Avancen gebe es kaum ausreichend Gründe. Geprägt werde das Börsengeschehen mangels anderer Nachrichten weiterhin von den politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Regierung Trumps und der damit verbundenen Dollar-Schwäche. Zum Franken hat sich die US-Valuta innert zweier Tage von über 1,00 CHF auf einen Bereich noch leicht über 0,98 CHF abgeschwächt.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,36% tiefer bei 9'094,94 Punkten und zeigt damit eine ähnliche Entwicklung wie am Vortag im Vorbörsengeschäft. Dennoch hat der SMI am Dienstag letztlich wieder im Plus geschlossen.

Die bereits am Vortag schwachen Bankaktien geben derzeit weiter nach, mit einem Minus von je 0,5% gehören CS und UBS zusammen mit LafargeHolcim, ABB und Adecco zu den am meisten unter Druck stehenden Werten. UBS hatten am Vortag unter dem Abbau der Beteiligung des Singapurer Staatsfonds GIC gelitten, zu CS kommt im Vorfeld der ausserordentlichen Generalversammlung zur geplanten Kapitalerhöhung vom Donnerstag eine gewisse Nervosität auf. Der "TagesAnzeiger" hatte über eine mögliche Klage seitens sich übervorteilt fühlenden Aktionäre berichtet.

Die am Vortag vergleichsweise volatilen Novartis fallen mit einem Minus von 0,4% nicht weiter auf. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Pharmaaktien leicht erhöht und dabei die Einstufung "Neutral" bestätigt. Roche büssen gleichzeitig 0,3% ein.

Auch Sonova (-0,4%), am Vortag nach den Jahreszahlen noch klarer Tagessieger, entziehen sich dem negativen Trend nicht. Im Nachgang zu den Zahlen sind neu Kurszielerhöhungen durch JPMorgan und Jefferies eingegangen, beide belassen Titel indes mit dem Rating "Neutral", bzw. "Hold".

Auffallend unter Druck stehen Straumann mit einem Minus von 1,9%. Nachdem vor zehn Tagen bekannt wurde, dass der Singapurer Staatsfonds GIC seine Beteiligung auf noch gut 4% von zuvor knapp 14% abgebaut hatte, hat dieser nun auch den Grossteil dieses Restbestandes veräusser. Das Straumann Investor Relations bestätigte am Mittwochmorgen entsprechende Berichte in verschiedenen Medien.

cf/tp

(AWP)