Aktien Schweiz Vorbörse: Uneinheitlich erwartet - ABB gesucht

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag den vorbörslichen Indikationen zufolge uneinheitlich in den Handel starten. Die Vorgaben aus Übersee sind neutral bis freundlich. Für Impulse sorgt am hiesigen Markt eine Reihe von Unternehmen, darunter ABB, die ihre Zwischenergebnisse veröffentlicht hat.
19.07.2018 08:45

Die Wall Street reagierte kaum auf die Veröffentlichung des Konjunkturberichts der US-Notenbank Fed, das sogenannte Beige Book. Denn am Vortag hatte US-Notenbank-Chef Jerome Powell in seinem Rechenschaftsbericht vor dem Senat den Zustand der US-Konjunktur als gut bewertet.

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 8.20 Uhr um 0,08 Prozent höher bei 8'945,23 Punkten. Gestützt wird der Markt von den Aktien des Pharmakonzerns Novartis (+0,5 Prozent), der gestern starke Semesterzahlen veröffentlicht hatte. Die Mehrheit der Blue Chips tendiert indes tiefer.

Da momentan keine Störmanöver von Donald Trump in Sicht sind, können sich die hiesigen Marktteilnehmer voll und ganz auf die laufende Halbjahresberichtssaison konzentrieren. Diesbezüglich können sie am heutigen Donnerstag aus den Vollen schöpfen, publizierten doch eine Reihe von Unternehmen ihre Zwischenergebnisse. Mit ABB, Givaudan und Kühne+Nagel darunter gleich drei Blue Chips.

Im Fokus stehen dabei ABB, die 2,3 Prozent zulegen. Der Industriekonzern verzeichnet im zweiten Quartal ein moderates Wachstum bei verbesserter Gewinnmarge. Auf Gewinnebene übertraf er die Konsens-Erwartungen der Analysten.

Auf ein erfolgreiches Halbjahr zurückblicken kann auch Kühne+Nagel (+1,5 Prozent). Bei allen wichtigen Gewinnzahlen gelang dem Konzern eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Givaudan dagegen geben 0,7 Prozent nach, obwohl der weltgrösste Aromen- und Riechstoffhersteller mit seinen Halbjahreszahlen die Markterwartungen ebenfalls übertroffen hat.

Im breiten Segment stehen vor allem Rieter (-4,2 Prozent), Dormakaba (-3,2 Prozent) und Leonteq (-3,2 Prozent) mit ihren Zwischenergebnissen im Rampenlicht. Dabei verzeichnete Rieter eine deutliche Umsatzsteigerung, der Bestellungseingang verlief aber schleppend.

Dormakaba steigerte zwar den Umsatz und den EBITDA, das organische Wachstum und die EBITDA-Marge blieben jedoch hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Leonteq schliesslich übertraf mit seinem Gewinnzahlen ebenfalls die Analystenprognosen. Temenos verlieren nach guten Halbjahreszahlen 2,1 Prozent.

sig/ra

(AWP)