Aktien Schweiz Vorbörse: Verschnaufpause - Swiss Life und Roche im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte zur Wochenmitte verhalten in den Handel starten. Der Leitindex SMI hatte am Vortag seine Rekordjagt fortgesetzt und schloss über der Schwelle von 9'100 Punkten auf dem höchsten Niveau seit August 2015. Laut Händlern würden Anleger aus Übersee derzeit verstärkt Umschichtungen Richtung Europa vornehmen. Davon profitiere auch der Schweizer Aktienmarkt. Inzwischen sei jedoch eine Höhe erreicht, bei der auch eine zeitweise Konsolidierung wahrscheinlicher werde, aber auch kein grosses Problem darstelle.
10.05.2017 08:45

Die Börsen aus den USA und Asien lieferten eher neutrale Vorgaben. An der Wall Street zogen insbesondere die Technologietitel an, während der Dow Jones kaum verändert schloss. Von Seiten der Makrodaten dürften am Vormittag Zahlen zur Industrieproduktion in Italien und Frankreich von Interesse sein. Am Nachmittag folgen die US-Im- und Exportpreise. Hierzulande steht bei den Unternehmen Swiss Life nach einem Quartalsupdate sowie Roche nach einem Studienmisserfolg im Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit -0,44% schwächer bei 9'073,40 Punkten.

Grossmehrheitlich betragen die Abgaben im SMI/SLI -0,2%. Die schwergewichtigen Roche ziehen mit einem klaren Abschlag von -1,7% jedoch deutlich nach unten. Der Pharmakonzern muss beim Krebsmedikament Tecentriq einen Rückschlag hinnehmen. Das Immun-Therapeutikum hat in einer Phase-III-Studie zu Blasenkrebs den primären Endpunkt nicht erreicht. Die übrigen Schwergewichte Nestlé und Novartis (-0,2%) geben im Rahmen des Gesamtmarktes ab.

Swiss Life (-0,1%) zeigen nach Zahlen eine eher gehaltene Tendenz. Der Konzern musste einen Rückgang bei den Prämienvolumen verbuchen. Während das Geschäft in der Schweiz und Deutschland rückläufig war, wurde in Frankreich sowie international Wachstum verbucht.

Die üblichen Assekuranzen wie Zurich, Bâloise (je -0,2%) und Swiss Re (-0,1%) bleiben ebenfalls unauffällig. Der deutsche Wettbewerber Hannover Rück hat bei den Vertragserneuerungen von überwiegend weichen Marktverhältnissen gesprochen.

Auch die Grossbanken Credit Suisse (-0,3%) und UBS (-0,2%) weichen kaum von der allgemeinen Tendenz ab. Die niederländische Bank ING hatte ein besser als erwartetes Ergebnis bei stabilen Margen präsentiert.

Auch Adecco (-0,3%) fallen nach dem deutlichen Plus am Vortag im Zusammenhang mit den Quartalszahlen nicht auf. Hier hat S&P nach den Zahlen das Rating auf Buy von Hold angehoben und das Kursziel auf 85 (75) CHF erhöht. Die starken Resultate hätten zu einer Anhebung der Schätzungen geführt, heisst es. Das bessere organische Wachstum zeige, dass der Einstellungstrend Momentum gewonnen habe. Barclays hat nur das Kursziel leicht auf 82 (80) CHF angehoben und stuft die Titel weiter mit Overweight ein. Dank der guten Kostenkontrolle habe Adecco positiv überrascht, hiess es dort.

Auch bei Swatch (-0,5%) und Clariant sind die vorbörslichen Indikationen mit -0,3% leicht tiefer. Einziger Gewinner ist nachrichtenlos Actelion mit +0,1%.

Syngenta (-0,2%) befindet sich nun nach dem definitive Zwischenergebnis zu 82,23% im Besitz von ChemChina.

yr/cf

(AWP)