Aktien Schweiz Vorbörse: Vor Jackson Hole-Treffen etwas höher erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte zum Wochenschluss etwas höher eröffnen. Nach dem schwächeren Vortag sollte sich der Markt damit wieder etwas erholen. Händler verweisen dabei auf die Vorgaben, die insgesamt leicht positiv seien. Allerdings dürfte das Geschehen vorerst eher ruhig bleiben. Marktteilnehmer blicken nämlich am Freitag in die amerikanische Kleinstadt Jackson Hole. Auf der dortigen Notenbankkonferenz tritt am Nachmittag der Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, Jerome Powell, ans Mikrofon.
23.08.2019 08:41

Es wird erwartet, dass er die Märkte mit Hinweisen zur künftigen Geldpolitik versehen wird. Nachdem das Fed kürzlich den Leitzins Ende Juli erstmals seit der grossen Finanzkrise 2008 gesenkt hatte, sind die Erwartungen hoch. An den Märkten sind bis Jahresende zwei weitere Zinssenkungen eingepreist. Vor Powells Auftritt wurden derartige Erwartungen jedoch gedämpft. Seit Donnerstag haben sich gleich mehrere hochrangige Fed-Vertreter gegen baldige Zinssenkungen ausgesprochen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.15 Uhr um 0,35 Prozent höher bei 9'839,76 Punkten. Am Vortag war der hiesige Leitindex zwar um gut 0,4 Prozent gefallen. Auf Wochensicht zeichnet sich hingegen ein klares Plus ab: mit dem aktuellen vorbörslichen Kurs wären es 1,1 Prozent.

Wichtige Unternehmensnews bei Blue Chips Firmen sind zum Wochenschluss Mangelware. Vorbörslich werden entsprechend die meisten SMI-Titel in etwa mit dem Gesamtmarkt etwas höher gestellt. Am Vortag war es vor allem bei den Indexschwergewichten Nestlé, Novartis und Roche zu einigen Gewinnmitnahmen gekommen, während die Grossbankenwerte UBS und Credit Suisse für einmal am oberen Ende der Tabelle zu finden waren.

Im breiten Markt gibt es eine nennenswerte vorbörsliche Kursveränderung: so werden die Titel von u-blox fast 10 Prozent tiefer gestellt. Der Thalwiler Halbleiter-Hersteller hat vorbörslich seine Halbjahreszahlen veröffentlicht und dabei die Schätzungen von Analysten deutlich verfehlt, beim Umsatz etwa waren es rund 10 Prozent.

uh/kw

(AWP)