Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig Bewegung zum Handelsstart erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag zu Handelsbeginn kaum vorankommen. Zeichen für eine weitere Eskalation des Handelsstreits haben bereits in Übersee die Handelslust gedämpft. Der Dow Jones hat am Freitagabend zwar fester geschlossen, aber nur knapp und deutlich unter dem Stand zum Börsenschluss in Europa. Auch in Asien gerieten die Aktienmärkte unter Druck.
17.09.2018 08:40

Laut verschiedenen Medienberichten treibt der US-Präsident die Einführung von zusätzlichen Zöllen auf chinesische Waren weiter voran, trotz der Versuche seines Finanzministers, die Gespräche mit China wieder aufzunehmen. China könnte dabei den geplanten Verhandlungen fernbleiben. Neben dem Dauerthema Handelsstreit dürften die Anleger ihren Blick auf die europäische Inflationsdaten richten.

Um 08.15 Uhr wird der SMI im vorbörslichen Handel von Julius Bär um -0,05 Prozent tiefer bei 8'965,05 Punkten gestellt. Damit bleibt die 9'000 Punktemarke weiter in Reichweite. Die meisten SMI-Titel geben 0,1 Prozent nach.

Als einziger Blue Chip zeigt die Credit Suisse (+0,4%) vorbörslich Kursavancen. Am Wochenende hatte CS-Chef Tidjane Thiam in einem Zeitungsinterview den Umbau der Grossbank für praktisch abgeschlossen erklärt. Die CS strebe in den nächsten zwei Jahren einen Jahresgewinn von 5 bis 6 Milliarden Franken an. Am Montag wurde die CS allerdings erneut von Altlasten eingeholt. Die Finanzmarktaufsicht Finma hat bei der Grossbank Mängel bei der Geldwäschereibekämpfung festgestellt.

Das Fehlverhalten steht im Kontext von mutmasslichen Korruptionsfällen rund um den internationalen Fussballverband FIFA, den brasilianischen Ölkonzern Petrobras sowie den venezolanischen Ölkonzern PDVSA. Bei einer Geschäftsbeziehung mit einer politisch exponierten Person (PEP) stellten die Bankenaufseher zudem Mängel im Kontrollsystem und im Risikomanagement fest. Rivalin UBS wird derweil 0,1 Prozent tiefer gesehen.

Die Aryzta-Aktien (-0,1%) reagieren im vorbörslichen Handel kaum auf eine Kritik vom Wochenende. Ein gewichtiger Investor forderte am Wochenende den Abgang des Spitzenmanagements. Der Investor Gregor Joos begründete sein letzte Woche bekannt gewordenes Nein zur Kapitalerhöhung auch mit dem mangelnden Vertrauen in Aryztas Führungscrew.

Im breiten Markt zeigen sich noch keine Auffälligkeiten. Für Elektroinstallateur Burkhalter und das Bahn- und Touristikunternehmen BVZ, die beide Halbjahreszahlen vorgelegt haben, sind keine vorbörslichen Kurse verfügbar.

tt/cf

(AWP)