Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert erwartet - Swiss Life im Blick

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich zur Wochenmitte eine kaum veränderte Eröffnung ab. Die Vorgaben aus Übersee sind überwiegend leicht negativ. So hatten die US-Börsen am Vorabend ihre Rekordjagd zunächst gestoppt. In Asien zeichnet sich aktuell kein einheitlicher Trend ab. Während der Nikkei etwas tiefer schloss, finden die Börsen in China nach den jüngsten Aussenhandelsdaten keine einheitliche Richtung.
08.11.2017 08:45

Die Ex- und Importe in China wuchsen im Oktober nicht mehr ganz so stark wie noch im September. Mit einem in Dollar gemessenen Plus von 6,9 beziehungsweise 17,2% legten aber sowohl die Aus- als auch die Einfuhren weiter stark zu. Angesichts des anstehenden Besuchs von US-Präsident Donald Trump dürfte zudem der weiter gestiegene Handelsbilanzüberschuss mit den USA im Fokus stehen. Für Unsicherheit hat zudem ein Medienbericht gesorgt, wonach es bei der geplanten US-Steuerreform zu Verzögerungen kommen könnte. Hierzulande stehen mit der Swiss Life noch Zahlen im Vordergrund.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr 0,05% höher bei 9'224,76 Punkten. Von den 20 Blue Chips aus dem Leitindex bewegt sich dabei der Grossteil um maximal 0,1% aufwärts oder tritt auf der Stelle.

Einer der Ausreisser hier ist Swiss Life, die nach Zahlen mit +0,5% der grösste Gewinner sind. Der Lebensversicherer hat in den ersten neun Monaten 2017 etwas mehr an Prämien eingenommen und die Einnahmen aus dem gebührenbasierten Geschäft weiter gesteigert. Wie es in einem ersten Kommentar bei Baader Helvea heisst, deuten die Trends im dritten Quartal auf eine Verbesserung hin.

Mit Kursgewinnen von knapp 0,1% halten sich zudem auch Zykliker wie ABB, Adecco und Richemont mit dem Markt. Kaum Einfluss scheinen im Fall von LafargeHolcim (+0,1%) die Zahlen des Konkurrenten Heidelbergcement zu haben, der im dritten Quartal ein Gewinnplus erzielt hat. Beim Aromenspezialisten Givaudan (+0,1%) verhält es sich mit den Zahlen des Wettbewerbers Symrise ähnlich, die vorbörslich kaum Einfluss haben.

Überwiegend unauffällig entwickeln sich die Bankenwerte. Die Papiere von UBS und Julius Bär bewegen sich mit Aufschlägen von weniger als 0,1% mit dem Markt. Lediglich für die Aktien der Credit Suisse geht es um überdurchschnittliche 0,2% abwärts.

Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche treten mit Kursgewinnen von weniger als 0,1% ebenfalls wie der Markt auf der Stelle. Von Novartis gab es am Morgen positive Studiendaten zum Krebsmittel Kisqali.

Zu den wenigen Verlieren unter den Blue Chips zählen die Anteilsscheine von Clariant (-0,2%), nachdem die UBS das Rating auf "Neutral" gesenkt hat. Die Aktie habe seit Jahresbeginn um rund 50% zugelegt, aber die künftige Strategie des Chemiekonzerns sei nach der zuletzt geplatzten Fusion mit Huntsman unsicher.

Im breiten Markt fallen die Papiere des Halbleiterherstellers AMS (+1,6%) nach der Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms positiv auf.

Die Papiere vom Schokoladenhersteller Barry Callebaut (unverändert) reagieren kaum auf die jüngsten Nachrichten. Während der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt etwas über den Erwartungen abgeschnitten hat, tritt Victor Balli, der seit Februar 2007 Finanzchef ist, per Ende Februar 2018 von seinem Amt zurück.

hr/cp

(AWP)