Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert erwartet - Warten auf US-Job-Report

Der Schweizer Aktienmarkt könnte die deutliche Erholung der vergangenen zwei Tage - vorbörslichen Indikationen zufolge - am Freitag zunächst gut halten. Dabei nimmt der SMI Kurs auf die 9'000-Punktemarke. Am Dienstag war der Leitindex nach einem weiteren Raketentest in Nordkorea beinahe bis auf 8'750 Zähler abgerutscht. Unterstützung erhalten die europäischen Märkte zu Monatsbeginn von guten Vorgaben aus New York, wo der Dow Jones und der S&P 500 kurz vor neuen Rekorden stehen. Die Hoffnung auf eine Pause bei den Zinserhöhungen der US-Notenbank sowie auf Steuergeschenke durch Donald Trump hätten geopolitische Risiken in den Hintergrund gedrängt, hiess es.
01.09.2017 08:45

Die Stimmung an den Märkten präsentiert sich im Vorfeld des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts eher freundlich. Am Markt rechne man mit einer weiterhin guten Entwicklung am Arbeitsmarkt der weltweit grössten Volkswirtschaft, meint ein Händler. Bereits am Mittwoch hätten besser als erwartet ausgefallene Daten des Dienstleisters ADP darauf hingewiesen und am Donnerstag seien auch die Angaben zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gut aufgenommen worden. In China hat sich die Stimmung bei kleineren und privaten Industriebetrieben im August besser entwickelt als erwartet.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.25 Uhr 0,09% höher bei 8'933,47 Punkten. Damit dürfte der Schweizer Aktienmarkt mit moderat steigenden Kursen in den Monat September starten. Den August schloss der SMI mit einem Minus von 1,5% ab.

Unter den Blue Chips sind im vorbörslichen Handel keine grösseren Bewegung auszumachen. Die Novartis-Papiere, die am Donnerstag mit einem Plus von 2,1% massgeblich am Aufschwung im SMI beteiligt waren, liegen derzeit analog zum Gesamtmarkt mit 0,1% im Plus. Gestern hatte die Meldung zur US-Zulassung für die neuartige Krebstherapie Kymriah die Aktie beflügelt.

Auch die weiteren Schwergewichte Roche und Nestlé sowie die Grossbanken UBS und Credit Suisse weisen vorbörslich ein Plus von 0,1% auf. So auch die Zurich, wo Alison Martin Anfang 2018 Cecilia Reyes als Group Chief Risk Officer ablösen wird. Die Britin wechselt bereits im Oktober von der Swiss Re (Aktie: +0,1%) zur Zurich.

Derweil hat der Hörgerätehersteller Sonova (+0,1%) mit Arnd Kaldowski einen Nachfolger für den abtretenden CEO Lukas Braunschweiler ernannt. Kaldowski kommt von Danaher Corporation und wird die Leitung bei Sonova ab April 2018 übernehmen. Vom Oktober an ist er als COO bereits für die drei Geschäftsbereiche Hörgeräte, Retail und Cochlea-Implantate sowie für Forschung & Entwicklung, Supply Chain und IT verantwortlich.

Im breiter gefassten Markt fallen Dormakaba mit einem Plus von 1,1% auf. Société Générale nimmt die Abdeckung des Schliesspezialisten mit "Buy" und einem Kursziel von 1'050 CHF auf. Am Donnerstag beendete Dormakaba den Handel bei 864,50 CHF.

Ansonsten haben mit Zug Estates, Plazza, IVF Hartmann und CFT (alle ohne vorbörsliche Kurse) einige kleinere Unternehmen über den Verlauf des ersten Halbjahres berichtet. Während die Immobiliengesellschaften Zug Estates und Plazza Ertrag und Gewinn steigern konnten, haben der Finanzbroker CFT und die im Bereich der medizinischen Verbrauchsgüter tätige IVF Hartmann Gruppe beide rückläufige Ergebnisse präsentiert.

mk/ys

(AWP)