Aktien Schweiz Vorbörse: Wenig verändert gesehen - UBS im Fokus

Die Schweizer Börse wird am Donnerstag wenig verändert bis etwas leichter gesehen. Nach wie vor bestimmen laut Händlern die Konjunktursorgen das Geschehen an den Märkten. Der Handelsstreit der USA mit China könnte zu einer weltweiten Rezession führen, sorgen sich die Anleger. Daher werde den Konjunkturdaten aus dem Ausland auch grosse Aufmerksamkeit entgegengebracht. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone, zur Preisentwicklung in Deutschland und zur Wirtschaftsleistung der USA.
29.08.2019 08:44

Den Markt beeinflussen dürften auch die Ereignisse in Italien. Dort ist die Aussicht auf ein schnelles Ende der Regierungskrise gestiegen. In Rom sind die Weichen für eine Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) gestellt. Nach wie vor für Unruhe sorgt dagegen der Brexit. Die Königin hat einem Antrag von Premierminister Boris Johnson zugestimmt, der das Parlament in eine Zwangspause schicken will.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.15 Uhr um 0,09 Prozent höher als am Vortag bei 9'795,08 Zählern. Am Vortag war der Leitindex um 0,28 Prozent gesunken.

Bei den Einzelwerten stehen die Aktien von UBS (+0,7%) im Fokus. Die Grossbank habe mit Iqbal Khan eine bekannte Grösse als Co-Chef ihrer Vermögensverwaltungssparte gemacht, heisst es am Markt. Khan wird die Sparte zusammen mit Tom Naratil leiten. Der bisherige Co-Chef Martin Blessing tritt hingegen zurück. Am Markt heisst es, die Personalie komme nicht überraschend. "Darüber wurde ja seit einiger Zeit heftig spekuliert", sagt ein Händler. Dagegen erstaune der Rücktritt von Martin Blessing doch mehr.

Die Anteile von Temenos (+0,4%) legen zu. Der Hersteller von Banksoftware will den US-Konkurrenten Kony für 559 Millionen Dollar und einer Earn-Out-Komponente von 21 Millionen übernehmen. Kony hat zudem Verbindlichkeiten von 50 Millionen Dollar. Die Übernahme soll noch im vierten Quartal abgeschlossen werden, muss zuvor aber noch von den Behörden genehmigt werden.

Die Aktien von Klingelnberg werden mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Franken je Titel gehandelt. Schwächer indiziert sind die Aktien von Oerlikon (-0,9%). Credit Suisse hat das Kursziel für den Anlagenbauer auf 10,30 von 13,50 Franken gesenkt. Das Rating lautet "Neutral".

pre/tt

(AWP)