Aktien Schweiz Vorbörse: Zurückhaltung im Angesicht des Handelsstreits

Der Handelsstreit zwischen den USA und China schwebt weiter wie ein Damoklesschwert über den Märkten. Händler sprechen von einer spürbaren Zurückhaltung, nachdem weitere Verhandlungen ohne eine Einigung verlaufen sind. Experten hatten allerdings auch keinen Durchbruch erwartet. Zudem traten am Vortag neue Strafzölle beider Seiten in Höhe von 16 Milliarden Dollar in Kraft.
24.08.2018 08:45

Weiter richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die internationale Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole. Dort äussert sich nun am Nachmittag mit Jerome Powell der Präsident der US-Notenbank Fed. Experten erhoffen sich Hinweise zur künftigen Zinsentwicklung in den USA.

Gegen 8.15 Uhr wird der SMI im vorbörslichen Handel von Julius Bär mit mageren 0,09 Prozent bei 9'056,05 Punkten im Plus erwartet.

Hierzulande gibt die zweite Reihe weiter den Ton an - zahlreiche Unternehmen legten ihre Halbjahreszahlen vor. Bei den Bluechips ist derweil etwas Ruhe eingekehrt. Entsprechend liegen die vorbörslichen Kurse der Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche im Rahmen der Gesamtmarktentwicklung.

Der Logistiker Kühne+Nagel (vorb. +0,15%) gründet mit der chinesischen Automobil-Logistik Gruppe Sincero ein Joint Venture. Dabei wird Kühne+Nagel die Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen halten. Für Kühne bedeutet das Joint Venture eine Vergrösserung ihrer Kontraktlogistik in der chinesischen Automobil-Industrie um beinahe 70 Prozent.

Bei den kleinen und mittleren Unternehmen legten Mobilezone, U-blox, Bachem sowie die frisch fusionierten Meier Tobler ihre Ergebnisse für das erste Halbjahr vor. Die Zahlen fielen sehr unterschiedlich aus. Während Mobilezone kräftig zulegte, bekam U-blox den Handelsstreit zwischen den USA und China zu spüren und senkte den Ausblick. Vorbörslich bekamen die Titel mit -9,4 Prozent auch direkt einen Dämpfer.

Bachem musste zwar einen Umsatzrückgang verkraften, ist für das Gesamtjahr aber zuversichtlich. Meier Tobler kämpft derweil weiterhin mit starkem Gegenwind, zudem verlassen der Finanz- und der Vertriebschef das Unternehmen. Derweil profitierte Adval Tech von der robusten Autokonjunktur.

dm/ra

(AWP)