Aktien Schweiz Vorbörse: Abwartende Haltung - Brexit und Trump im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte gemäss den vorbörslichen Indikationen wenig verändert in den Handel am Dienstag starten. Da aus den USA aufgrund des gestrigen Feiertages keine Vorgaben vorliegen, schauen die Investoren nach Asien. In Japan wies der Nikkei ein klares Minus auf, während die chinesische Festlandbörse leicht zulegt. Auch die leicht erholten Notierungen von Franken und Euro zum US-Dollar belasten leicht.
17.01.2017 08:45

Zum Wochenbeginn sorgte der Ausblick auf einen harten Brexit sowie ein Interview des designierten US-Präsidenten Donald Trump für einen Stimmungsdämpfer bei den Investoren. Die Äusserungen von Trump könnten einen Gegensatz zwischen Europa und den USA entstehen lassen, hiess es. Seine Bemerkungen in Richtung der deutschen Autobauer und ihrer der Fabriken in Mexiko belasteten deren Aktienkurse. In London wird Premierministerin Theresa May am Mittag eine Grundsatzrede zum Brexit halten. Britische Medien erwarten einen klaren Bruch mit der Europäischen Union.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr 0,03% tiefer bei 8'360,35 Punkten. Am Montag hatte der Leitindex 1,06% eingebüsst.

Geberit (+1,5%) hat mit dem Umsatzwachstum die eigenen Erwartungen und auch die der Analysten übertroffen. Ein starkes viertes Quartal aufgrund einer guten Entwicklung in einigen Märkten, positive Währungseffekte und der Abbau von Lieferengpässen hätten dazu beigetragen. Auch die Marge werde höher ausfallen als erwartet.

Ebenfalls nach Zahlen im Plus sind Lindt&Sprüngli (+2,5%). Der Schokoladenkonzern hat eine stärkeres organisches Wachstum erreicht, als von den Analysten erwartet. Auch die positive Gewinn-Erwartungen stützt den Kurs. Es wird mit einer Verbesserung der Betriebsgewinnmarge innerhalb der strategischen Zielsetzung gerechnet.

Der grossmehrheitliche Teil der vorbörslichen Notierungen weist Abschläge in einer Spanne von -0,1% bis unverändert auf. Dazu gehören auch die beiden Grossbankentitel CS und UBS (je -0,1%), die am Montag noch deutlicher unter Druck gestanden hatten. Auch die Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé (je-0,1%) können sich vom Markttrend nicht abheben.

Givaudan (-0,1%) verstärkt sich mit der Übernahme des Bieler Unternehmens Activ International. Der Hersteller von natürlichen und biologischen Aromen werde einen Umsatzbeitrag von 40 Mio CHF liefern.

Für SGS (-0,5%) hat Credit Suisse die Bewertung auf Neutral von Outperform gesenkt und das Kursziel auf 2'050 von 2'300 CHF zurückgenommen.

Sonova (+0,9%) trennt sich von einem Teil seines Detailhandelsnetzes in Portugal und Frankreich und verkauft an den italienischen Hörgeratefachhändler Amplifon. Die Einheiten erzielen einen Jahresumsatz von 25 Mio EUR.

Am breiten Markt ist zudem das deutliche Minus von 2,4% bei Meyer Burger auffällig. Der Kabel-Spezialist Komax (kein vorbörslicher Kurs) positive Umsatz- und Auftragszahlen veröffentlicht. Auch der Automobilzulieferer Autoneum konnte von der guten Konjunktur der Branche profitieren und den Absatz steigern.

yr/ra

(AWP)