Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester - ABB, Syngenta, Swisscom im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte die Session vom Mittwoch einen Hauch höher starten. Händler verweisen dabei auf die US-amerikanischen und die asiatischen Aktienmärkte, die leicht positive Vorgaben liefern. Die fortgesetzte Rekordjagd an der Wall Street helle auch die Stimmung der Anleger hierzulande auf, heisst es. Zudem wiesen steigende Rohstoffpreise auf eine beschleunigte wirtschaftliche Aktivität hin.
08.02.2017 08:46

Ob die zuletzt wieder positivere Grundstimmung anhalte, müsse sich aber noch zeigen, so Händler. Bekanntlich waren zuletzt neben der Politik der neuen US-Administration auch die Zukunft der Eurozone und Griechenland ein Thema. Das Geschehen hierzulande steht am Berichtstag derweil ganz im Zeichen der drei Blue Chips, die heute ihren Geschäftsgang für 2016 offenlegen. Es sind dies ABB, Swisscom und Syngenta. Mit einem Auge schaue man ausserdem auf die Rapporte einiger europäischer Grosskonzerne, heisst es.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,10% höher bei 8'378,06 Punkten.

Im Fokus steht unter anderem ABB (+0,1%). Der Elektrotechnik- und Automationskonzern publizierte fürs vierte Quartal einen Umsatz über den Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens), dasselbe gilt für den Auftragseingang. Allerdings enttäuscht ABB auf Stufe Reingewinn, der sich gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Die Dividende soll auf 0,76 von 0,74 CHF je Aktie erhöht werden. Mit Blick nach vorne bleibt ABB zumindest kurzfristig weiterhin zurückhaltend. ABB hält an der bisherigen Formulierung fest, dass 2017 ein Übergangsjahr werden wird.

Syngenta (+0,1%) verfehlt die Analystenschätzungen punkto Umsatz knapp, überzeugt aber auf Ebene des bereinigten Gewinns je Aktie. Der Konzern blickt nach Angaben vom Mittwoch auf ein weiteres schwieriges Jahr zurück mit anhaltend tiefen Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Übernahme durch ChemChina soll im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen sein. Bislang lägen die Genehmigungen von 13 Aufsichtsbehörden vor, hiess es. Das Management beantragt einen Dividendenverzicht.

Swisscom (+1,6%) legt derweil vorbörslich nach Zahlen deutlich zu. Die von einigen Beobachtern befürchtete Ergebnisenttäuschung ist ausgeblieben, der Gewinn übertrifft die durchschnittlichen Erwartungen. Im Rahmen des vor Jahresfrist angekündigten Sparprogramms werden weitere 500 Vollzeitstellen abgebaut.

Adecco (-0,4%) leidet derweil unter der Rückstufung von Jefferies. Das Analystenhaus senkt das Rating für den Zeitstellenvermittler von 'Hold' auf 'Underperform', erhöht aber das Kursziel auf 56 von 53 CHF. Die Titel des Personalvermittlers hätten sich seit dem Sommer um mehr als 50% verbessert, schreibt der zuständige Analyst. Nun sehe sich Adecco strukturellen Schwierigkeiten durch Automation, soziale Medien und Big Data ausgesetzt.

Im breiten Markt dürften Vontobel (kein vorbörslicher Handel) nach Jahreszahlen Beachtung finden. Dank Sondereffekten steigerte das Finanzinstitut den Reingewinn deutlich. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Vontobel die Erwartungen beim Ertrag und beim Gewinn übertroffen. Allerdings waren die Netto-Neugelder im vergangenen Jahr unter dem Strich klar negativ. Zahlen präsentiert haben mit der GLKB und der Bank Coop zudem weitere Banken.

pr/uh

(AWP)