Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester - Zurückhaltung vor Notenbanken

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte gemäss vorbörslicher Indikationen am Dienstag mit etwas festeren Notierungen in den Handel starten. Der Markt bleibe aber weiter auf Richtungssuche, heisst es im Handel. Bereits am Montag hatte sich der SMI per Saldo überhaupt nicht von der Stelle gerührt. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch dürften sich die Marktakteure weiter zurückhalten, heisst es in Börsenkreisen.
26.07.2016 08:42

Die Vorgaben der Leitmärkte sind ebenfalls verhalten: die Wall Street war mit leichten Verlusten in die Woche gestartet; in Japan ging es belastet durch den starken Yen am Morgen deutlicher abwärts. Laut einem Zeitungsbericht werden die Massnahmen, mit denen die japanische Regierung die heimische Wirtschaft ankurbeln will, weniger umfangreich ausfallen als erhofft. Impulse von den Schweizer Bluechips sind erst wieder für Donnerstag zu erwarten, wenn die Credit Suisse ihr Quartalsergebnis vorlegen wird.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,15% höher bei 8'206,30 Punkten. Die meisten Blue Chips notieren 0,1 bis 0,2% höher.

Im Vorfeld der Ergebnispublikation von Ende Woche bleiben die Grossbankenaktien Credit Suisse und UBS (je +0,2%) im Fokus der Investoren. Die beiden Papiere hatten sich bereits zu Wochenauftakt mit etwas deutlicheren Gewinnen vom Gesamtmarkt abgehoben. Gewinnmitnahmen sind derweil in Julius Bär (+0,1%) nicht ausgeschlossen, hatten doch die Aktien am Montag nach starken Halbjahreszahlen deutlich zugelegt.

In Abwesenheit von Unternehmensnachrichten bewegen vor allem Analystenvoten die Kurse. So büssen etwa Actelion 0,3% ein, nachdem das Aktienresearch von HSBC ihre Einstufung für die Papiere auf 'Hold' von 'Buy' gesenkt hat. Die Senkung wird in erster Linie mit dem starken Kursanstieg von über 40% seit Februar begründet.

Adecco notieren mit +0,2% vorbörslich unauffällig, nachdem der Mitbewerber Randstad Halbjahreszahlen vorgelegt hat. Der Westschweizer Stellenvermittler wird selbst erst am 10. August die Zahlen zum ersten Semester 2016 zeigen.

Etwas höher tendieren auch ABB mit plus 0,3%. Diese könnten von etwas über den Erwartungen ausgefallenen Halbjahreszahlen des Sulzer-Konzerns profitieren. Sulzer litt zwar weiterhin unter einem schwachen Öl- und Gasmarkt, die Bestellungen zogen allerdings im zweiten Quartal wieder etwas an. Sulzer notieren vorbörslich 1,6% fester.

Am breiten Markt war punkto Halbjahresberichterstattung etwas mehr los. Höhere Notierungen werden nach den Semesterzahlen dem Chiphersteller Ams, dem Automobil-Zulieferer Autoneum und der Bank Vontobel zugetraut. Und die Aktien des Klinik- und Hotelbetreibers Aevis Victoria sind ab dem heutigen Dienstag Teil des Swiss Performance Index (SPI). Für alle genannten Titel werden vorbörslich keine Indikationen gestellt.

Straumann werden 1,1% tiefer gestellt; Händlern zufolge hat Merrill Lynch das Rating für die Aktien des Dentalimplantateherstellers gesenkt.

ra/uh

(AWP)