Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas festerer Start erwartet - Fokus auf Trump-Rede

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den Handel am Dienstag mit leicht höheren Notierungen aufnehmen. Am Vorabend hatte der Dow Jones Index an der Wall Street, wenn auch nur knapp, seine Serie an Schlussrekorden auf zwölf Tage ausgebaut. Die Lage an den Finanzmärkten bleibt jedoch vor der am Dienstagabend anstehenden Rede des US-Präsidenten Donald Trumps vor dem US-Kongress angespannt.
28.02.2017 08:45

Die Börsen erwarten viel vom neuen US-Präsidenten, und so hoffen die Anleger, dass Trump in seiner Kongressrede endlich mit Details zu den versprochenen Steuergeschenken aufwartet. Am Nachmittag stehen zudem wichtige Konjunkturdaten (Konsumentenvertrauen, PMI Chicago oder Case-Shiller-Index) aus den USA auf dem Programm. Derweil haben hierzulande eine Vielzahl von Unternehmen aus der zweiten Reihe Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 vorgelegt.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,07% höher bei 8'526,57 Punkten.

Bei den Blue Chips-Aktien präsentiert sich die Nachrichtenlage am Berichtstag äusserst dünn und so sind im vorbörslichen Geschäft kaum grössere Ausschläge auszumachen. So liegen beispielsweise die Grossbankenwerte der UBS und der Credit Suisse marktgerecht mit 0,1% im Plus oder auch die Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé dürften etwas fester eröffnen.

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re legen vorbörslich um ein halbes Prozent zu, obwohl Société Générale die Titel neu zum Verkauf empfiehlt und die Credit Suisse das Kursziel leicht gesenkt hat. Die Swiss Re habe am vergangenen Donnerstag ein ziemlich schwaches Zahlenset für das vierte Quartal vorgelegt und der Ausblick sei ähnlich düster, wenn nicht schlimmer, urteilt der SocGen-Analyst. Händler meinen dagegen, dass Anleger das nach den Kurseinbussen der letzten Tage tiefere Bewertungsniveau als Einstiegschance nutzen könnten.

Bei Bâloise (+0,1%) dürfte die mit dem Investment- und Beratungsunternehmen Anthemis eingegangene Partnerschaft den Aktienkurs kaum bewegen. Jedoch bekräftigt der Versicherer damit die Absicht, verstärkt und "gezielt" in den Fintech-Bereich zu investieren.

Die Musik spielt am Berichtstag am breiten Markt. Da haben eine Reihe von Firmen die Geschäftszahlen für das Jahr 2016 präsentiert. Der Industriekonzern Georg Fischer (Aktie: +0,8%) etwa steigerte den Gewinn deutlich und lag damit verglichen mit den Vorgaben der Analysten gut im Rennen. Die Aktionäre kommen nun in den Genuss einer höheren Dividende, was an der Börse gut aufgenommen werden könnte.

Oerlikon (+0,1%) schloss das vergangene Jahr mit dem Gewinn oder im Auftragseingang leicht besser als erwartet ab und erreichte Fortschritte in Sachen Profitabilität. Ähnliches gelang auch der Orior-Gruppe, während die Zahlen bei der Immobiliengesellschaft Allreal oder Arbonia (alle keine vorbörslichen Kurse) kaum von den Vorgaben abweichen. Eine deutliche und so nicht erwartete Gewinnsteigerung erreichte der Handelskonzern Valora.

Bei Barry Callebaut (-1,2% oder - 15,10 CHF) wird die Kursentwicklung am Berichtstag vom Dividendenabgang in Höhe von 15,50 CHF belastet.

mk/ys

(AWP)