Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas leichter erwartet - Politische Risiken belasten

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag etwas leichter in den Handel starten. Politische Risiken prägen weiterhin den Handel und drücken den Risikoappetit, heisst es im Handel. Auch die Vorgaben aus den USA vom Vorabend fielen verhalten aus. Die zuletzt auf Hochtouren laufende Berichtssaison legte zu Wochenbeginn eine Atempause ein, sodass die Impulse für grössere Bewegungen fehlten.
07.02.2017 08:45

Auch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump bleibt Thema. Einem Händler zufolge fahren die Anleger zunehmend "auf Sicht", weil sie nicht wissen, wie sie die wirtschaftspolitischen Entwicklungen und deren Bedeutung für die Märkte einordnen sollen. Nachdem ein Gericht Trumps Pläne für Einreiseverbote durchkreuzt hat, setzte dieser zuletzt seinen Kreuzzug gegen die Richter fort.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,15% tiefer bei 8'318,66 Punkten.

Die Investoren warten nun gespannt auf die Jahreszahlen von ABB (-0,3%), die der Elektrotechnik- und Automationskonzerndas morgen Mittwoch präsentieren wird. Insgesamt gehen die Analysten von einem weiteren durchzogenen Quartal aus. Der Auftragseingang dürfte gegenüber dem Vorjahresquartal weiter rückläufig gewesen sein.

Ebenfalls am Mittwoch kommen Zahlen von Swisscom (-0,1%). Analysten erwarten im Schnitt beim Umsatz und EBITDA Werte, die nahe bei den Zielsetzungen des Unternehmens liegen. Demnach würde der Umsatz leicht zurückgehen, sich die Profitabilität aber gleichzeitig verbessern. Auch Syngenta (-0,2%) wird morgen rapportieren. Hier interessieren sich Investoren aber vielmehr für den Stand der Übernahme durch von ChemChina.

Auf dem Prüfstand stehen auch Swatch (-0,2%) und Richemont (+0,3%), die am Vortag unter anhaltenden Gewinnmitnahmen nach einem starken Jahresstart gelitten hatten.

Die Augen richten sich zudem auf Swiss Re (-0,4%), nachdem die Konkurrenten Munich Re und Hannover Rück, bzw. das Mutterhaus Talanx ihre Jahreszahlen präsentiert haben. Der Schweizer Rückversicherer vermeldet seine Ergebnisse in zwei Wochen. Zurich (-0,5%) leiden unter einer Verkaufsempfehlung der Commerzbank. Der zuständige Analyst hält die Valoren für überbewertet.

Uneinheitlich tendieren die Grossbankenaktien UBS (+0,3%) und Credit Suisse (-0,3%); für erstere hat Merrill Lynch Rating und Kursziel erhöht. Die defensiven Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé tendieren mit minus 0,2% alle mit dem Markt.

Oerlikon (+0,8%) erweitert seine Produktionskapazitäten in den USA. Im Bereich der additiven Fertigung (3D-Druck) investiert der Industriekonzern 55 Mio CHF in ein neues Forschungs- und Produktionszentrum im Grossraum Charlotte, North Carolina.

Im breiten Markt meldete AMS die Zahlen fürs abgelaufene Geschäftsjahr. Umsatz und Reingewinn sind über den Analystenerwartungen ausgefallen. Hingegen enttäuschte Dätwyler mit Gewinnzahlen, die unter den Erwartungen ausgefallen sind. In beiden Aktien existiert kein vorbörslicher Handel.

pr/ra

(AWP)