Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas leichtere Eröffnung erwartet - Aryzta enttäuscht

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am ersten Handelstag der Woche gemäss vorbörslicher Indikation mit leichten Abgaben in den Handel starten. Die bevorstehende Woche ist von der als sicher geltenden Zinserhöhung in den USA und den Parlamentswahlen in den Niederlanden geprägt. Der letzten Freitag veröffentlichte Bericht zum US-Arbeitsmarkt zementierte die Erwartungen einer Zinserhöhung endgültig.
13.03.2017 08:50

Zwar sind die Vorgaben der wichtigen Leitindizes in den USA und in Asien leicht positiv, so haben etwa die US-Indizes nach Handelsschluss in Europa noch etwas zugelegt. Trotzdem werde man wohl mit etwas geringerem Tempo in die neue Woche gehen, so Marktteilnehmer mit Verweis auf die kommenden Ereignisse. In der Schweiz legte heute der Backwarenhersteller Aryzta seine Zahlen vor, die wenig Anklang finden. Zudem berichteten zahlreiche Unternehmen aus dem breiten Markt über ihren Geschäftsgang 2016.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,08% tiefer bei 8'662,61 Punkten, wobei praktisch alle Valoren Abgaben verzeichnen.

Bei den Blue Chips fallen die Titel von Aryzta vorbörslich um 3,1%. Der Backwarenhersteller enttäuscht mit einem Umsatzrückgang und einem Betriebsgewinn unter den Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens). Für Gesprächsstoff sorgt in Marktkreisen allerdings die Aussetzung des noch im Januar anlässlich einer einschneidenden Gewinnwarnung überarbeiteten Ausblicks für das Fiskaljahr 2016/17.

Die Titel von ABB (-0,1%) geben etwas nach. Damit können die Valoren nicht von der Meldung profitieren, dass der finanzielle Schaden aus dem Betrugsfall in Südkorea mit 73 Mio USD etwas geringer ausfallen wird, als vor rund drei Wochen bei Bekanntgabe des Falles befürchtet. Der Grund ist eine Versicherungsdeckung in der Höhe von 30 Mio USD.

Ebenfalls nur leichte Abgaben verzeichnen mit je 0,1% die drei Index-Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé. Der Nahrungsmittelkonzern hat den Nudelskandal in Indien gemäss Asien-Chefin Wan Ling Martello gut verdaut. Gemäss einem Interview in der Wochenendpresse sei das Vertrauen in die betroffene Marke Maggi gestiegen und der Marktanteil betrage wieder 60%.

Im breiten Markt legen Helvetia um 0,4% zu. Der Versicherer steigerte 2016 den Gewinn und schlägt eine höhere Dividende vor. Zwar hat das Assekuranzunternehmen die Prognosen der Analysten bezüglich Prämieneinnahmen und Eigenkapital knapp erfüllt und die Combined Ratio, also das Verhältnis zwischen Prämieneinnahmen und Schadenszahlungen, fiel besser als erwartet aus. Einzig der Reingewinn lag etwas deutlicher unter den Schätzungen.

Ebenfalls Zahlen vorgelegt haben der Heizungs- und Lüftungstechniker Belimo, das Industrieunternehmen Schweiter sowie der Milchpulver- und Babynahrungsproduzent Hochdorf. Für sämtliche genannten Papiere werden vorbörslich keine Kurse gestellt.

pr/

(AWP)