Aktien Schweiz Vorbörse: Fest auf breiter Front - Opec sorgt für Zuversicht

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag vor dem offiziellen Handelsstart fest auf breiter Front. Im Handel wird auf die Einigung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auf eine Förderobergrenze verwiesen. Für viele Marktbeobachter kommt dieser Schritt unerwartet, wurde doch im Vorfeld des gestrigen Opec-Treffens mehrheitlich auf eine Fortsetzung der unbeschränkten Förderung spekuliert. Die Ölpreise schossen daraufhin in die Höhe. Die Förderkürzung der OPEC erhöhe Risikobereitschaft den Anleger, heisst es im Handel. Vor allem Aktien aus dem Öl-Sektor dürften dabei Rückenwind erhalten.
29.09.2016 08:45

Bereits an den wichtigsten Überseebörsen sorgten die Neuigkeiten für anziehende Kurse. So bauten die US-Indizes ihre Gewinne nach dem gestrigen Handelsschluss in Europa noch deutlich aus. Und auch die Handelsplätze in Asien zeigen sich freundlich. Im weiteren Handelsverlauf könnten makroseitig die Angaben zur Wirtschaftsstimmung und zum Geschäftsklima in der EU am Vormittag sowie die US-BIP-Zahlen in der zweiten Handelshälfte weitere Impulse bereithalten.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,67% höher bei 8'275,41 Punkten. Alle 20 SMI-Werte stehen deutlich im Plus.

Die prozentual grössten Aufschläge verzeichnen Adecco (+1,3%). In Händlerkreisen wird die Aktie des Stellenvermittlers mit zu den grossen Gewinnern der Opec-News gezählt, da mit anziehenden Ölpreisen die Hoffnungen auf eine globale Wachstumsbeschleunigung verbunden seien.

Auch Industriewerte wie LafargeHolcim (+1,0%) und ABB (+0,8%) sind vorbörslich gesucht.

Die beiden Pharmawerte Novartis (+1,0%) und Actelion (+1,1%) dürften eher auf Unternehmensnews reagieren. So hatte Novartis positive Daten einer Phase-III-Studie zu seinem Migränemedikament AMG 334 (Erenumab) veröffentlicht und Actelion den Startschuss für eine Studie zu einer Kombinationstherapie zur Behandlung von Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose gegeben.

Fest präsentieren sich auch die beiden Grossbankenwerte CS (+1,1%) und UBS (+1,0%), die damit auf eine weitere Erholung auf die heftigen Kursverluste zu Wochenbeginn zusteuern.

Unterdurchschnittlich schneiden Givaudan (+0,4%) ab, die von Baader Helvea von deren Top-pick-Liste gestrichen wurden.

Im breiten Markt werden Meyer Burger 5,7% höher taxiert nach der Lancierung eines Sparprogramms. Sulzer (+0,6%) und Burckhardt Compression (kein vorbörslicher Kurs) dürften von den Opec-News gestützt werden.

Impulse sind auch bei Partners Group zu erwarten, nachdem HSBC die Abdeckung der Aktien mit einer Kaufempfehlung aufnimmt.

cp/ra

(AWP)