Aktien Schweiz Vorbörse: Freundlich - Impulse fehlen

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag im vorbörslichen Geschäft freundlich. Da die US-Börsen am Vortag feiertagsbedingt geschlossen blieben, gibt es von dieser Seite keine Impulse. Die wichtigsten Aktienmärkte Asiens tendierten am Dienstag uneinheitlich. In Tokio zogen die Notierungen aufgrund der Yen-Schwäche an, während die Kurstabelle in Hongkong rot ist.
21.02.2017 08:45

Frische Impulse könnten die Börsen am Vormittag von Stimmungsdaten aus der Industrie und der Dienstleistungsbranche der Eurozone erhalten. In der zweiten Tageshälfte geben dann auch wieder die Leitbörsen in den USA den hiesigen Investoren eine Orientierungshilfe. Zudem stehen Daten zur Stimmung in der US-Industrie auf der Agenda.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,22% höher bei 8'533,17 Punkten.

Die grosse Mehrheit der Blue Chips zeigt sich unauffällig. Die Grossbankenwerte UBS und CS werden je 0,3% höher taxiert. Stärkster Finanzvalor sind Bâloise mit +1,0%, die von einer positiven Analystenstudie profitieren. Berenberg hat im Rahmen einer Sektorstudie die Abdeckung für Bâloise mit der Einstufung "Buy" aufgenommen. Bâloise stehe vor guten Gewinn- und Dividendenfortschritten, heisst es dazu.

Bei den schwergewichtigen Nestlé (+0,2%) deutet sich eine Gegenbewegung auf die Vortagesverluste an, die den Gesamtmarkt klar belastet hatten. Auch die beiden anderen schwerkapitalisierten Werte Novartis und Roche (je +0,2%) sorgen für Unterstützung. Roche hat für das Medikament Alecensa zur Behandlung von Lungenkrebs eine bedingte EU-Zulassung erhalten.

Bei den Zyklikern stehen Adecco 0,3% im Plus, und die beiden Industriewerte Geberit (+0,2%) und LafargeHolcim (+0,3%) zeigen sich ebenfalls unauffällig.

ABB hingegen fallen um 0,3% zurück. Die Titel des Industriekonzerns entwickelten sich seit Jahresbeginn allerdings überdurchschnittlich, dies nachdem ABB bereits im Vorjahr mit einem Plus von knapp 25% alle Blue Chips bis auf den Sonderfall Actelion geschlagen hatte. Berenberg bestätigte derweil die Einstufung "Sell".

Schwach schneiden auch die Aktien der beiden Uhrenhersteller Swatch und Richemont (je -0,3%) ab. Die Schweizer Uhrenexporte sind im Monat Januar 2017 erneut ziemlich deutlich zurückgegangen. Damit setzt sich der schwache Trend aus dem vergangenen Jahr fort.

Am breiten Markt stehen die Aktien von Walter Meier unter grösserer Beobachtung. Das Klimatechnikunternehmen gab zusammen mit dem Geschäftsergebnis den Zusammenschluss mit der Innerschweizer Tobler Haustechnik AG bekannt, wmoit sich die Umsatzgrösse von Walter Meier mehr als verdoppelt. Wegen der Transaktion kommt es zu einer Kapitalerhöhung, zudem zahlt Walter Meier knapp 118 Mio CHF an die Tobler-Besitzerin Wolseley. Zahlen legten auch die Bank Linth und die Thurgauer Kantonalbank vor

Für Helvetia geht es vorbörslich 1,0% nach oben. Hier hat Berenberg die Abdeckung mit "Buy" aufgenommen. Nachgefragt werden auch Kudelski (+1,2%). Das Technologierunternehmen will die Zusammenarbeit mit Twitter ausbauen und hat zudem einen weiteren Auftrag in den USA erhalten.

cp/cf

(AWP)