Aktien Schweiz Vorbörse: Freundlich nach zwei schwachen Vortagen

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch vor dem offiziellen Handelsstart freundlich. Nach den recht ausgeprägten Verlusten an den beiden Vortagen deutet sich damit hierzulande eine Erholungsbewegung an. Von den US-Aktienmärkten kommt allerdings keine Unterstützung. Dort entwickelten sich die Kurse nach dem gestrigen Handelsschluss per Saldo seitwärts in der Verlustzone. Asien wiederum zeigt aber ein überwiegend freundliches Bild.
18.01.2017 08:45

Die Unsicherheit habe zuletzt deutlich zugenommen, hiess es im Handel. Donald Trump habe zuletzt viel Porzellan zerschlagen und auch die britische Premierministerin Theresa May habe mit ihrer Brexit-Rede am Vortag für Verstimmung gesorgt. Hierzulande legt die Berichtssaison zur Wochenmitte eine Pause ein. Makroseitig stehen am Nachmittag eine ganze Reihe von US-Daten auf dem Programm, die frischen Wind bringen könnten.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr 0,48% höher bei 8'344,02 Punkten.

Die prozentual grössten Avancen zeigen unter dem Blue Chips LafargeHolcim mit +1,2%. Für positive Stimmung sorgte CEO Eric Olsen in einem TV-Interview: Er sehe einen grosser Bedarf an Infrastrukturleistungen in USA in den kommenden Jahren.

Auch Swatch (+0,5%) werden höher taxiert, nachdem der Titel am Vortag noch zu den grössten Verlierern gehört hatte. Weitere Zykliker wie Adecco und ABB (je +0,6%) werden nachgefragt. ABB-Chef Ulrich Spiesshofer rechnet weiterhin nicht mit einer raschen Verbesserung des Marktumfelds. "2017 wird für ABB ein Übergangsjahr werden", bekräftigte er am Mittwoch in einem Interview mit der TV-Station "CNBC" am Weltwirtschaftsforum in Davos frühere Angaben zu seinen Erwartungen für das laufende Jahr.

Auffällig zeigen sich Kühne+Nagel (+1,0%), nachdem Kepler Cheuvreux die Abdeckung zwar mit "Hold", aber einem deutlich über dem aktuellen Niveau liegenden Kursziel aufgenommen hat. Der Logistikkonzern sei der "Goldstandard der Branche", hiess es. Für den im breiten Markt gelisteten Mitbewerber Panalpina (+1,5%) haben die Experten eine Kaufempfehlung ausgegeben, da hier mehr Potential gesehen wird.

Die schwergewichtigen Novartis werden nach dem Kursrücksetzer vom Vortag um 0,6% höher gesehen. Eine Stütze sind ferner Roche (+0,4%) und Nestlé (+0,3%)

Unterdurchschnittlich schneiden Credit Suisse (+0,1%) und Julius Bär (+0,2%) ab, UBS präsentieren sich mit +0,4% unauffällig. Impulse könnten die am frühen Nachmittag anstehenden Zahlenvorlagen der Konkurrenten Goldman Sachs und Citigroup bereithalten. Bislang verlief die Berichtssaison bei den US-Banken überraschend positiv, wobei die Aussicht auf steigende Zinsen und schnelleres Wirtschaftswachstum durch ein von Donald Trump angekündigtes Konjunkturpaket den Handel mit Wertpapieren im vierten Quartal angekurbelt hatte. Die UBS wird Ende der kommenden Woche die Bücher öffnen, die CS Mitte Februar.

Am breiten Markt sind Emmi und Kudelski mit Übernahmen im Blick.

cp/tp

(AWP)