Aktien Schweiz Vorbörse: Gegenbewegung nach zwei schwachen Tagen

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Dienstag zu einem Erholungsversuch an - zumindest deuten die vorbörslichen Indikationen darauf hin. Nach dem Brexit-Votum der Briten hatten die Aktienmärkte an zwei Tagen in Folge weltweit zum Teil drastische Kursverluste erlitten. Die Vorlage kommt aus Asien, wo sich die Aktienmärkte zuletzt stabilisiert haben; Entspannungssignale kommen auch von den Rohstoffmärkten.
28.06.2016 08:45

Gleichwohl herrsche an den Finanzmärkten weiter Verunsicherung, heisst es im Handel. Der Ausstiegsprozess der Briten könnte wochen- oder gar monatelang auf den Märkten lasten. In der Schweiz stehen zudem Nestlé im Fokus nach einer eher überraschenden Ernennung eines Externen zum neuen CEO. Die Blicke richten sich zudem auf Konjunkturdaten. In den USA stehen unter anderem der Case-Shiller-Hauspreisindex sowie Daten zur Verbraucherstimmung auf der Agenda.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr 1,21% höher auf 7'686,37 Punkten.

Unter den Einzeltiteln zeigen die zuletzt stark gebeutelten Bankaktien vorbörslich eine starke Gegenreaktion. So werden Credit Suisse 1,3%, Julius Bär 0,9% und UBS 1,4% höher gestellt. Letzterer droht aber im Steuerstreit mit Frankreich ein Gerichtsverfahren. Die französische Staatsanwaltschaft beantragte einen Prozess wegen Beihilfe zum Steuerbetrug. Die zuständige Behörde hat nun einen Monat Zeit, um darüber zu entscheiden.

Auch die zyklischen Aktien standen seit Freitag unter hohem Abgabedruck. Am Dienstag nun werden LafargeHolcim (+1,7%), ABB (+1,5%) und Adecco (+1,4%) wieder gekauft. Stark nach oben geht es auch bei der Assekuranz, wo sich Swiss Re um 1,3% und Zurich Insurance 1,7% verteuern.

Nestlé ziehen vorbörslich um 0,8% an. Der Nahrungsmittelkonzern hat für alle überraschend mit dem Deutschen Ulf Mark Schneider einen Externen zum neuen CEO berufen. Dieser war zuletzt CEO des Gesundheitsunternehmens Fresenius. Damit signalisiert Nestlé nach Ansicht von Beobachtern, wo künftig stärkere Akzente gesetzt werden sollen.

Mit Novartis geht es um 1,5% nach oben. Der Pharmakonzern verstärkt mit einem Lizenzabkommen mit der amerikanischen Xencor sein Immun-Onkologieportfolio. Roche (+1,3%) wiederum hat von den beiden Zulassungsbehörden FDA in den USA und der EMA in Europa grünes Licht für seinen Antrag für das Mittel Ocrevus in der Behandlung von Multipler Sklerose erhalten.

ra/rw

(AWP)