Aktien Schweiz Vorbörse: Gehaltene Eröffnung erwartet - Lonza unter Druck

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt, der in der vergangenen Woche stetig zugelegt hat, dürfte die neue Woche gehalten beginnen. Die Vorgaben stimmen zumindest zuversichtlich mit einer Wallstreet, die am Freitag nur knapp unter einem neuen Höchst schloss. Impulse kommen auch vom Ölpreis, der höher notiert, nachdem sich die Opec-Mitglieder am Wochenende auf eine weitere Kappung der Produktion einigten. Unternehmensmeldungen von Schweizer Unternehmen sind am Montag Mangelware und Termine sind keine in der Agenda eingetragen.
12.12.2016 08:45

Händlern zufolge besitzen europäische und auch Schweizer Aktien gegenüber amerikanischen nach deren Rally noch Nachholpotenzial. Denn sie seien im Gegensatz zu den US-Titeln immer noch günstig bewertet, heisst es. Globale Fonds begännen schrittweise, diesen Trend aufzunehmen und würden nun eisteigen, lautet ein Kommentar. Im Wochenverlauf rückt vor allem die SNB ins Blickfeld, die am Donnerstag ihre geldpolitische Lagebeurteilung abgibt. Eine Änderung ihrer Politik wird allerdings nicht erwartet.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,02% tiefer bei 8'097,76 Punkten. Die Auf- und Abschläge der SMI-Titel halten sich in vergleichsweise engen Grenzen.

Die grössten Avancen mit +0,5% verzeichnen ABB. Morgan Stanley soll Händlern zufolge das Rating für die Titel des Industrieunternehmens auf Overweight hochgestuft haben.

Keine Hilfe sind die Indexschwergewichte, die unverändert (Nestlé), respektive leichte Abgaben (Roche und Novartis) aufweisen. Novartis (-0,1%) veröffentlichte Daten über seine Phase-III-Studien mit Pegpleranib und Lucentis zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration. Die beiden Studien ergaben, dass die Behandlung nicht zu einer zusätzlich verbesserten Sehschärfe gegenüber der derzeitigen Standard-Therapie führten. Der Wochenendpresse zufolge sollen die Basler auch Interesse am deutschen Generikahersteller Stada haben.

Mit Nachrichten warteten verschiedene Unternehmen aus dem Versicherungssektor auf. So hat die Zurich Insurance (-0,1%) ein Kaufangebot von rund 560 Mio CHF für den australischen Reiseversicherer Cover-More unterbreitet. Die Schweizer bieten einen Aufschlag von 48% auf den Schlusskurs vom Freitag. Der Verwaltungsrat von Cover-More empfiehlt die Annahme des Gebots.

Am breiten Markt stockt Bâloise (+0,9%) das im Oktober am Investorentag angekündigte Aktienrückkaufprogramm auf. Damit wirkt der Versicherer einer Verwässerung der Erträge pro Aktie entgegen, die aufgrund einer im November 2016 fällig gewordenen Wandelanleihe entsteht.

Helvetia notieren 0,1% tiefer: Der Versicherer erweitert die Geschäftsleitung um Adrian Kollegger als Leiter Nichtleben Schweiz und Achim Baumstark als Chief Technology Officer.

Unter den Bankenwerten im SMI legen UBS und Julius Bär um 0,2% respektive 0,3% zu. JPMorgan hat die Kursziele für beide Werte angehoben. Zugleich stufen die US-Broker das Anlagerating für die UBS auf Neutral hoch. Credit Suisse büssen derweilen 0,1% ein.

Lonza verlieren gar 1,1%. Der Basler Chemiekonzern steht Insidern zufolge in Gesprächen zum Kauf des US-amerikanischen Kapselherstellers Capsugel. Wie aus Meldungen der Nachrichtenagenturen Reuters zu entnehmen ist, soll sich der Kaufpreis für Capsugel laut mit der Sache vertrauten Personen im Bereich von über 5 Mrd USD bewegen.

sig/ys

(AWP)