Aktien Schweiz Vorbörse: Gehaltener Start erwartet

Am Schweizer Aktienmarkt deuten die Indikatoren am Montag auf einen gehaltenen Wochenauftakt hin. Die Wall Street hatte mit einem Anstieg im späten Freitagshandel positive Vorgaben geliefert. Trotz überraschend schwacher Exportzahlen aus Japan dominieren auch an den asiatischen Börsen die grünen Vorzeichen. Von Seiten der hiesigen Unternehmen wartet einzig Basilea mit dem Jahresergebnis auf. Schwächere Nestlé belasten den SMI vorbörslich.
20.02.2017 08:45

Das Warten auf konkrete Einzelheiten des von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten Steuerprogramms geht weiter, sorgt aber immerhin für eine positive Grundstimmung. Am heutigen 'Presidents Day' werden die Impulse aus Übersee für den europäischen Handel ausbleiben. Auch aus Europa stehen kaum Konjunkturdaten auf der Agenda. Einzig die deutschen Produzentenpreise oder die Daten zum Konsumentenvertrauen in der EU könnten für leichte Impulse sorgen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,01% im Minus bei 8'505,71 Punkten. Bis auf wenige Ausnahmen bewegen sich fast alle SMI-Titel in einer engen Spanne zwischen +0,1% und +0,2%.

Eine Ausnahme bildet als einziger negative SMI-Wert das Schwergewicht Nestlé (-0,5%), was auch den Gesamtmarkt nach unten zieht. Bei den Valoren hatten am Freitag das milliardenschwere Gebot von Kraft für Unilever für Fantasie bei den Investoren und Kursauftrieb gesorgt und damit die negativen Reaktionen nach der Vorlage der Jahreszahlen ausgeglichen. Mit dem nun erfolgten Rückzug der Offerte durch den US-Konzern dürften die Nestlé-Aktien einen Teil der Gewinne wieder einbüssen, hiess es bei Händlern.

Bei den Grossbankenwerten kann CS (+0,5%) nach oben aus dem Marktschnitt ausbrechen und an den positiven Trend der Vorwoche anschliessen. UBS bleiben mit +0,2% vorbörslich unauffällig. Die Bank stösst die Dienstleistungen in der Fondsadministration in Luxemburg und in der Schweiz an das US-Unternehmen Northern Trust Corporation ab.

Eher am festeren Ende liegen Zykliker wie Adecco, LafargeHolcim oder ABB mit je +0,2%. Letztere haben mit einem asiatischen Unternehmen eine Kooperation im Bereich Gebäudeautomation für Hotels vereinbart.

Roche (GS +0,1%) hat am Wochenende Daten zu einer Phase-III-Studie zu Tecentriq in Kombination mit Avastin zur Behandlung einer Form von Nierenkrebs veröffentlicht. Novartis stehen ebenfalls 0,1% im Plus.

Am breiten Markt hat Basilea (+1,2%) im Vorjahr die Einnahmen gesteigert und den Betriebsverlust verringert. Der Ausblick fällt optimistisch aus. Das Unternehmen will die Produktverkäufe steigern und das zweite Standbein Onkologie ausbauen.

Burckhardt Compression (kein Vorbörslicher Kurs) führt aufgrund der schwachen Nachfrage nach Kompressoren am Standort Winterthur Kurzarbeit ein. Betroffen sind rund 200 der insgesamt 700 Mitarbeiter.

yr/cf

(AWP)