Aktien Schweiz Vorbörse: Höher erwartet - Roche mit Studiendaten gesucht

An der Schweizer Börse dürfte es nach der starken Performance des Vortages weiter nach oben gehen. Die Dividendenpapiere profitieren dabei weiterhin von den Entwicklungen an der Wall Street, wo der Dow Jones Index am Vorabend erstmals in der Geschichte über die Marke von 21'000 geklettert ist. Hierzulande haben derweil eine Vielzahl von Unternehmen, angeführt von Adecco und LafargeHolcim, Geschäftszahlen vorgelegt. Gebremst wird der SMI aber vom Dividendenabgang bei Novartis, während Roche stark von Ergebnissen einer wichtigen klinischen Studie profitieren.
02.03.2017 08:45

An den internationalen Finanzmärkten hat die Nervosität, die sich vor der Kongressrede des US-Präsidenten Donald Trumps aufgebaut hatte, in Euphorie umgeschlagen. Auch wenn Trump Details vermissen liess, habe doch das etwas "präsidialere Auftreten" positiven Eindruck gemacht, hiess es. Die Aussicht auf stärkeres Wachstum, geringere Steuern, mehr Staatsausgaben und höhere Unternehmensergebnisse wirke wie ein magischer Cocktail für Aktien, so ein Händler. Derweil sprach sich mit Robert Kaplan ein weiterer US-Notenbanker für baldige Leitzinserhöhungen aus, was als Zeichen für eine robuste Entwicklung der US-Wirtschaft gewertet wird.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,11% höher bei 8'644,49 Punkten. Die ersten beiden Monate des laufenden Jahres 2017 hatte der SMI am gestrigen Mittwoch mit gut 5% im Plus abgeschlossen.

An der Spitze der Blue Chips stehen im vorbörslichen Geschäft Roche (+4,1%). Die Ergebnisse der wichtigen Aphinity-Studie sind positiv ausgefallen, wobei der primäre Endpunkt erreicht worden ist und die Kombination aus Herceptin, Perjeta und Chemo-Therapie in der adjuvanten Behandlung von HER-2-positivem Brustkrebs signifikant verbesserte Überlebensraten gezeigt hat.

Derweil werden die Aktien des Branchennachbars Novartis am Berichtstag mit 2,75 CHF je Titel ex-Dividende gehandelt, was auch das vorbörsliche Minus von derzeit 3,4% erklärt.

Bei Adecco (+1,4%) werden die am Donnerstag vorgelegten Zahlen gut aufgenommen. Der Personaldienstleister ist im vierten Quartal schneller gewachsen als im Vorquartal und hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktionäre sollen gleich viel Dividende wie im vergangenen Jahr erhalten, während Adecco zu Beginn 2017 eine Fortsetzung des positiven Wachstumsmomentums konstatiert hat.

Auch LafargeHolcim avancieren vorbörslich mit plus 1,6% stark. Der Zementkonzern verlor zwar im vierten Quartal an Umsatz, steigerte aber die Profitabilität deutlich. Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einer steigenden Marktnachfrage und einer deutlichen Verbesserung der operativen Ertragskraft.

Im breiten Markt haben einer Reihe von Unternehmen mit Geschäftszahlen auf sich aufmerksam gemacht. Dabei enttäuschte Panalpina (-1,9%) die Anleger. Der Logistiker hat 2016 bei rückläufigem Umsatz klar weniger verdient. Immerhin erhöht Panalpina die Dividende.

Desweiteren haben auch noch Unternehmen wie Sunrise (+1,6%), SPS, Bobst, Autoneum, Newron oder Tamedia über das abgelaufene Jahr informiert.

mk/ra

(AWP)