Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Swiss Re nach Zahlen schwach

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Donnerstag gemäss den vorbörslichen Indikationen kaum verändert in den regulären Handel starten. Den Dividendenpapieren fehle es derzeit an frischem Schwung - auch von den Weltbörsen, heisst es im Handel. So hatte etwa die Wall Street gestern nach ihrer jüngsten Rekordjagd eine Atempause eingelegt.
23.02.2017 08:45

Und an den Börsen Asiens ging es am Donnerstag überwiegend nach unten. Die Anleger seien nach dem Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung unentschlossen, so Händler weiter. Dem Protokoll zufolge halten die US-Notenbanker eine baldige Zinserhöhung für angezeigt, ob es aber im März schon soweit sein wird, scheint eher zweifelhaft. In der Schweiz stehen nach Jahreszahlen Swiss Re im Fokus.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.25 Uhr um 0,01 Punkte tiefer bei 8'585,84. Dabei werden alle Blue Chips mit einem Plus von rund 0,1% höher gestellt - bis auf eine Ausnahme.

Und diese Ausnahme sind die Papiere von Swiss Re, die nach Jahreszahlen um 2,0% nach unten geschickt werden. Der Rückversicherer konnte - anders als in den ersten neun Monaten 2016 - die Gewinnerwartungen im Schlussquartal nicht erfüllen. Eine kräftige Dividendenerhöhung und die geplanten Aktienrückkäufe werden an der Börse zwar begrüsst, trösten jedoch nicht über die Gewinnenttäuschung hinweg.

Syngenta könnten eventuell ebenfalls im Fokus stehen, hat doch ChemChina bereits zum sechsten Mal das rund 43 Mrd USD schwere Übernahmeangebot für den Basler Agrochemiekonzern Syngenta verlängert. Neu gilt die Kaufofferte bis 28. April 2017. Der Schritt kommt aber wenig überraschend, wird doch das Urteil der EU-Kommission am 12. April oder wenige Tage davor erwartet. Die letzte Verlängerung war bis zum 2. März gültig.

Mit News aufgewartet hat der Pharmakonzern Novartis: Für dessen Medikament Zykadia hat die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Priority Review) erteilt. Dabei geht es um den Einsatz von Zykadia als Erstlinien-Therapie bei Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs.

Interessant könnte es nach Handelsende für die Sika-Aktionäre werden, wird dann doch der französische Bauriese Saint-Gobain seine Jahreszahlen zeigen und sich eventuell zu seinen umstrittenen Kaufplänen für die Innerschweizer äussern. Sika selbst wird am morgigen Freitag die Bücher öffnen. Dabei dürfte sich einmal mehr zeigen, dass sich das Zielobjekt in 2016 deutlich besser als der Jäger entwickelt hat.

Im breiten Markt ist die Berichtssaison mit voller Fahrt unterwegs. Mit Jahreszahlen aufgewertet haben - in alphabetischer Reihenfolge, der IT-Logistiker Also, die Balser Kantonalbank, der Fleischverarbeiter Bell, die auf Konsumkredite spezialisierte Cembra Money Bank sowie der Baukonzern Implenia.

ra/gab

(AWP)