Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum veränderte Eröffnung erwartet - UBS gesucht

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den Handel am Freitag mit leicht schwächerer Tendenz aufnehmen. Etwas Druck üben die Vorgaben aus den USA aus, während Lonza und UBS dank gut aufgenommener Geschäftszahlen den Leitindex SMI stützen dürften. Auch die Wall Street habe eine Flut von Quartalsberichten zu verdauen, meinen Händler. So hat beispielsweise am Vorabend der Internet-Gigant Alphabet einen Gewinnsprung verzeichnet, dagegen enttäuschte der Onlinehändler Amazon die Anleger mit Zahlen.
28.10.2016 08:45

Im weiteren Verlauf dürfte sich der Fokus der Anleger weg von Unternehmenszahlen hin zu Konjunkturdaten verlagern. Dabei wird am Nachmittag mit Spannung auf die Publikation der ersten Schätzung zum US-BIP für das dritte Quartal gewartet. Ökonomen gehen von einer deutlichen Belebung aus. Zudem steht auch noch das von der Uni Michigan ermittelte Konsumentenvertrauen auf der Agenda. Wenig Einfluss auf das Geschäft mit Aktien üben derzeit die Ölpreise aus. Nach den deutlichen Gewinnen vom Vortag sei am Ölmarkt vorerst Ruhe eingekehrt, heisst es.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,12% tiefer bei 7'915,18 Punkten. Im Vergleich zur Vorwoche steht der Index im Minus, denn am vergangenen Freitag hatte er den Handel noch bei 8'035 Stellen abgeschlossen.

Bei den Blue Chips zieht am Berichtstag die Grossbank UBS mit ihrem Quartalsbericht das Interesse der Investoren auf sich. Im vorbörslichen Geschäft avancieren die Titel um 0,6%, nachdem die Bank im dritten Quartal etwas mehr verdient hat als von Analysten geschätzt. Bezüglich Ausblick für die nächsten Quartale bleibt die Bank zwar gewohnt vorsichtig, sieht sich aber gut aufgestellt, um von einer moderaten Erholung des Umfeldes zu profitieren. Die Aktien der Branchennachbarin Credit Suisse verlieren 0,2%.

Auch Geberit hat Geschäftszahlen vorgelegt und die Aktie verliert 0,9%. Der Sanitärtechniker habe zwar im dritten Quartal eine organische Wachstumsbelebung gemeldet, doch falle diese schwächer als erhofft aus, meinen Händler. Gewinnmitnahmen könnten die Folge davon sein.

Bereits am Vorabend hat der Lifescience-Konzern Lonza (Aktie: +3,3%) im Rahmen eines Business Update über die Geschäftsentwicklung berichtet. Im dritten Quartal habe man eine starke Dynamik gesehen, insbesondere im Bereich Pharma&Biotech, hiess es. Und auch für den Rest des Jahres zeigte sich das Management optimistisch mit der Aussicht, dass die längerfristigen Ziele beim Betriebsgewinn und der Profitabilität schneller als vorgegeben erreicht werden könnten.

Ansonsten verlieren die meisten vorbörslich gehandelten Titel zwischen 0,1 und 0,2%, so auch die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche.

Im breiten Markt hat der Spinnereimaschinenhersteller Rieter (vorbörslich kein Kurs) zuletzt die Investitionszurückhaltung in der Türkei zu spüren bekommen und mit den Angaben zum Auftragseingang der ersten neun Monaten der Erwartungen verfehlt. Der Ausblick bleibt von Vorsicht geprägt.

Ebenfalls Zahlen ausgewiesen haben die Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments, die Glarner Kantonalbank und Gottex am Vorabend.

mk/cp

(AWP)