Aktien Schweiz Vorbörse: Knappes Minus zum Auftakt in ruhige Woche erwartet

Zürich (awp) - Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich ein etwas leichterer Wochenauftakt ab. Damit knüpft der Leitindex SMI an seine Verluste zum Wochenschluss an. Die Vorgaben aus Übersee sprechen ebenfalls für einen verhaltenen Start. An der Wall Street hatten vor allem sinkende Ölpreise belastet. Die asiatischen Märkte folgten der leichteren US-Vorgabe an diesem Montag abwärts, womit auch die Tendenz für den hiesigen Markt vorgegeben sei, heisst es unter Händlern.
26.09.2016 08:41

Mit Blick auf das bevorstehende OPEC-Treffen Mitte dieser Woche dürften Ölpreise zunächst einen entscheidenden Einfluss auf das Marktgeschehen haben, zeigt sich ein Börsianer überzeugt. Preisbewegungen beim Öl können sich auf Sektoren wie etwa Chemie und auch Industrieunternehmen auswirken.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr um 0,10% tiefer bei 8'264,89 Punkten. Von den 20 Blue Chips aus dem SMI geben vorbörslich alle nach.

Auf einer insgesamt sehr übersichtlichen Agenda für diese Woche, stellt der Backwarenkonzern Aryzta (-1,1%) am Montagmorgen mit seinen Zahlen zum vierten Quartal mehr oder weniger den Höhepunkt dar. Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2015/16 ist das Unternehmen mit +0,8% organisch in etwa mit gleichem Tempo gewachsen wie im Vorquartal und hat damit die durchschnittlichen Konsenserwartungen klar verfehlt. Zum Wochenschluss hatte die Ankündigung über personelle Veränderungen den Aktien zu einem Kurssprung verholfen. Bei Vontobel fühlt sich der zuständige Analyst nach den Zahlen in seiner insgesamt vorsichtigen Einschätzung des Unternehmens bestätigt.

Nachrichten liefert darüber hinaus noch die Swisscom (-0,1%). So sei der Start des Onlinemarktplatzes Siroop von Swisscom und Coop über den Erwartungen verlaufen, wie Swisscom-CEO Urs Schaeppi im Interview mit dem "SonntagsBlick" erklärte.

Die drei Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé (alle -0,1%) bewegen sich zum Wochenauftakt vorbörslich mit dem Markt. Novartis hatte am Freitagabend noch mitgeteilt, in den USA die Zulassung für sein Medikament Ilaris in gleich drei Indikationen erhalten zu haben. Das Mittel habe von der FDA grünes Licht für die Behandlung von TRAPS, HIDS/MKD und des familiären Mittelmeerfiebers (FMF) erhalten - allesamt periodische Fiebersyndrome.

Die Anteilsscheine der Grossbanken UBS und Credit Suisse (beide -0,2%) gehören vorbörslich zu den grössten Verlierern. Kursbewegende Nachrichten gibt es nicht. Hier könnten US-Vorgaben belasten. An der Wall Street hatten die Aktien von Goldman Sachs am Freitag zu den grössten Verlierern gezählt.

Die geringsten Abschläge weisen vorbörslich die Anteilsscheine von Geberit auf, die nahezu unverändert sind.

Im breiten Markt nehmen Investoren die Tatsache, dass der Industriekonzern Sulzer (-0,1%) Torsten Wintergerste als Leiter der Division Chemtech bestätigt hat, zur Kenntnis.

Mit einer Personalie sollten zum Handelsstart noch die Aktien des Cybersecurity-Unternehmens Wisekey im Blick behalten werden. Das Unternehmen hat Bernard Vian zum General Manager der Vault-IC in Frankreich ernannt.

hr/ra

(AWP)