Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht freundlicher Start erwartet

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den vorbörslichen Indikationen zufolge freundlich eröffnen. Unterstützung kommt von freundlichen Vorgaben von den US-Märkten, während die Börsen in Asien klar tiefer tendieren. Die Märkte würden zwischen einer Risk-On- und Risk-Off-Stimmung schwanken und selbst kleinere Nachrichten könnten zu Sentiment-Schwankungen führen, heisst es im Handel.
28.09.2016 08:45

Die Wall Street zeigte sich nach positiven Daten zum Konsumentenvertrauen am Vortag freundlich und baute die Gewinne auch im Vergleich zum Handelsschluss in Europa nochmals aus. Auch die TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten, die laut Medienkommentaren und Umfragen eher von Hillary Clinton gewonnen wurde, wurde von den Märkten honoriert. In Asien überwogen hingegen die roten Vorzeichen. In Japan wurden die Indizes insbesondere dadurch belastet, dass viele Titel per heute mit Dividendenabschlag gehandelt wurden. Impulse könnten von Seiten der Makrodaten kommen. In der Schweiz ist der UBS-Konsumindikator im August gestiegen. Der vielbeachtete GfK-Konsumklima-Index in Deutschland ist unterdessen leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,11% höher bei 8'184,09 Punkten. Alle 20 SMI-Werte stehen im Plus wobei sich die Aufschläge zumeist um die Marke von +0,1% bewegen.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage eher dünn. Klar stärkster vorbörslicher Wert ist ABB (+0,7%) nach einem schwedischen Pressebericht. Demnach sucht Grossaktionär Cevian bereits Käufer für die Division Power Grids. Bisher wurde bereits des Öfteren über eine Abspaltung des Bereichs spekuliert.

Syngenta (+0,1%) stehen in den USA vor einer Klage von Farmern wegen der Gentechnik-Maissorte Viptera. Ein Richter in Kansas hat eine Sammelklage zugelassen, der Streitwert wird auf 5 bis 7 Mrd USD beziffert.

Die beiden Grossbankenwerte CS (+0,1%) und UBS (+0,2%) steuern nach den rabenschwarzen ersten beiden Handelstagen der laufenden Woche auf eine leicht festere Eröffnung zu. Der Deutsche Bank-CEO John Cryan versucht in einem Interview die zuletzt aufgekommenen Sorgen um die finanzielle Lage zu beruhigen. Staatshilfen seien kein Thema und auch die Frage einer Kapitalerhöhung stelle sich derzeit nicht.

Für Sika (+0,1%, gemittelt 4'757,50 CHF) hat die CS das Kursziel auf 4'600 CHF von 3'450 CHF angehoben und passt es damit näher an den aktuellen Kurs an. Der Analyst hebt sein Gewinnschätzungen an, bleibt aber bei der Neutral-Bewertung aufgrund der Unsicherheiten durch den Streit mit SWH und Saint-Gobain.

Auch im breiten Markt gab es eine Reihe von Analysten-Bewertungen. So hat etwa die UBS das Kursziel für Dorma+Kaba (kein vorbörslicher Kurs) um 60 auf 710 CHF angehoben und die Neutral-Bewertung bestätigt. CS hat das Kursziel für SPS angehoben, das für PSP hingegen gesenkt.

yr/ra

(AWP)