Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht höher erwartet - US-Vorgaben stützen

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag mit leicht höheren Notierungen in den Handel starten. Während die allgemeine Börsenlage von guten Vorgaben aus den USA und Asien geprägt ist, wirft das überraschend deutliche Nein der Schweizer Stimmbevölkerung zur Unternehmenssteuerreform III Fragen betreffend der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz auf. Das wirtschaftliche Umfeld hierzulande bleibe von steuerlicher Unsicherheit geprägt, heisst es in Kommentaren zum Abstimmungssonntag.
13.02.2017 08:45

Aufwind gibt es für die Börse allerdings von der Wall Street, wo die Hoffnung auf eine wirtschaftsfreundliche Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump die wichtigsten Indizes am Freitag auch nach Europaschluss auf Rekordkurs gehalten hat. Insbesondere das Versprechen Trumps, in den nächsten Wochen "Phänomenales" zum Thema Steuern anzukündigen, habe unter Anlegern Gefallen gefunden, meinen Händler. Am Montag rechnen sie jedoch mit einem ruhigen Handelsverlauf, da auch keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm stehen. Zudem dürfte die am Dienstag beginnende Anhörung der US-Notenbankchefin Janet Yellen von US-Parlamentariern bereits das Interesse auf sich ziehen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.20 Uhr um 0,10% höher bei 8'464,24 Punkten. Bei den Blue Chips ist wenig Bewegung auszumachen, sie gewinnen allesamt im Rahmen des Gesamtmarkts an Wert.

So auch die Titel der Credit Suisse (+0,1%). Die Grossbank wird am morgigen Dienstag die Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 vorlegen und über den weiteren strategischen Kurs informieren. Dabei haben die IPO-Pläne für die Credit Suisse Schweiz über das Wochenende im Blätterwald die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bei der CS selbst verweist man diesbezüglich auf die früher gemachten Aussagen. Man sei mit den Vorbereitung gut auf Kurs, hiess es in einem Statement der Bank.

Auch Nestlé (Aktie vorbörslich: +0,1%) wird diese Woche am Donnerstag die Geschäftszahlen vorlegen. Im Oktober hatte der Nahrungsmittelkonzern nach schwierigen neun Monaten den Ausblick auf das Gesamtjahr gesenkt und mit dem organischen Wachstum enttäuscht.

Im breiten Markt hat die auf Röntgen-, Hochfrequenz- und ebeam-Technologie spezialisierte Comet-Gruppe (kein Kurs) im Jahr 2016 den Umsatz und die operative Marge deutlicher gesteigert, als noch im vergangenen November anlässlich des Investorentags prognostiziert. Man habe das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens erzielt und mit der Wachstumsstrategie 2020 sei man auf Erfolgskurs, liess die Gruppe verlauten. Das dürfte an der Börse Anklang finden.

Auch Implenia könnten freundlich in die neue Börsenwoche starten. Der Baukonzern hat von der Norwegischen Strassenbaubehörde (NPRA) ein weiterem weiteren Auftrag an Land gezogen. Das Strassenprojekt hat ein Investitionsvolumen von 38 Mio CHF.

Derweil will die Wettbewerbskommission (WEKO) den geplanten Zusammenschluss zwischen Ticketcorner und der Tamedia-Tochter Starticket genauer unter die Lupe nehmen, da es Anhaltspunkte einer marktbeherrschenden Stellung des neuen Ticketing-Unternehmens gebe.

mk/ra

(AWP)