Aktien Schweiz Vorbörse: Leicht negative Tendenz - Novartis gegen den Trend fest

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montag eine leicht schwächere Eröffnung ab. Die Mehrheit der Titel verzeichnet im vorbörslichen Geschäft zwar nur minime, aber negative Veränderungen. Die Ausnahmen bilden die beiden Grossbanken, welche nach einem Bericht über ein Scheitern von Vergleichsverhandlungen der UBS mit Frankreich im Steuerhinterziehungsfall deutlicher zurückfallen. Novartis stehen dagegen als einziger der Bluechips in der Gewinnzone.
20.03.2017 08:45

Die Vorgaben aus den USA bieten zum Wochenbeginn keinen Rückenwind und in Tokio blieben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Die Stimmung sei nach zwei Wochen Seitwärtsbewegung weiterhin unentschlossen, hiess es in Marktkreisen. Als etwas belastend wird vor allem das G20-Treffen in Deutschland vom Wochenende empfunden. Die Finanzminister hätten sich dort zwar darauf geeinigt, dass Währungsmanipulationen unerwünscht seien, beim Engagement für einen freien Welthandel seien sie wegen der protektionistischen Haltung der USA aber gescheitert.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,05% tiefer bei 8'694,24 Punkten, wobei die grosse Mehrheit der Titel Einbussen in dieser Grössenordnung verzeichnet.

Unternehmensnachrichten sind zu Wochenbeginn eher dünn gesät. Novartis (+0,4%) ziehen gegen den Trend im Vorbörsenhandel etwas an. Dabei dürfte neue Studiendaten zum Herzmedikament Entresto den Titel etwas stützen. Die Einnahme von Entresto-Tabletten habe bei Diabetes-Patienten die glykemische Kontrolle verbessert und das Risiko eines Herzversagens vermindert, so das Fazit der am American College of Cardiology-Kongress in Washington präsentierten und in der Fachzeitschrift Lancet publizierten Daten.

Mit Abstand am meisten geben derzeit UBS (-0,8%) nach. Die Grossbank hat laut einem Bericht in der Wochenendpresse im Steuerhinterziehungsfall in Frankreich einen Vergleich in Höhe von 1,1 Mrd EUR abgelehnt. Der Fall werde somit zu Beginn der neuen Woche wieder am Strafgericht weiter verhandelt. Die UBS wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Im Sog von UBS geben auch CS (-0,7%) deutlicher nach. Bereits am Freitag gehörten die Bankaktien zu den Verlierern.

Die Papiere von Schindler (-2,7%) werden am Berichtstag Ex-Dividende von 5 CHF gehandelt.

Im breiten Markt stehen nach Zahlen die Aktien der Beteiligungsgesellschaft Pargesa, des Immobilienunternehmens Hiag oder des Pharmaunternehmens Lifewatch etwas im Rampenlicht. Vorbörslich gesucht sind ausserdem Meyer Burger (+1,2%) nach der Meldung über einen Auftrag in Asien.

Etwas Belebung könnte es auch bei Calida geben. Das Bekleidungsunternehmen holt sich mit Valentin Chapero einen prominenten neuen Verwaltungsrat. Er ist mit seiner Beteiligungsgesellschaft Veraison Capital zweitgrösster Aktionär beim Wäschehersteller.

cf/

(AWP)