Aktien Schweiz Vorbörse: Leichte Erholung erwartet - Impulse von Konjunkturdaten

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich für den Mittwoch nach dem deutlichen Rückgang vom Vortag eine leichte Erholung ab. Die Vorgaben aus Übersee sind jedenfalls günstig, so haben die US-Indizes am Dienstagabend erneut neue Allzeithochs erreicht. Auch die asiatischen Börsen haben sich in der Nacht auf Mittwoch positiv entwickelt, die japanische Börse ist allerdings wegen eines Feiertags geschlossen geblieben.
23.11.2016 08:45

Am Vortag hatten vor allem starke Abgaben der Pharmaschwergewichte Novartis und Roche die Indizes hierzulande belastet, zumindest vorbörslich zeigen sich diese nun leicht fester. Am Schweizer Markt ist es derweil ruhig, Nachrichten gibt es lediglich von einigen Unternehmen aus dem breiten Markt. Impulse könnten im Tagesverlauf von Konjunkturdaten kommen. So stehen am Vormittag Einkaufsmanagerindizes aus Europa und am Nachmittag auch aus den USA an. Aus den USA folgt eine Reihe weiterer Daten, darunter zur Konsumentenstimmung, zu den Auftragseingängen und zum Immobilienmarkt. Nach Börsenschluss in Europa publiziert zudem die US-Notenbank Fed das Protokoll ihrer November-Zinssitzung.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.25 Uhr um 0,17% höher bei 7'755,27 Punkten. Fast alle SMI-Werte liegen zwischen 0,15% und 0,25% im Plus.

So legen die Pharmawerte Novartis und Roche (je +0,2%) vorbörslich mit dem Gesamtmarkt zu. Am Dienstag hatten beide Titel gut 3% nachgegeben, womit sie sich ihren kurz vor der US-Präsidentschaftswahl erreichten Jahrestiefstwerten annäherten. Auch das Börsen-Schwergewicht Nestlé (+0,2%), das am Vortag ebenfalls klar nachgegeben hatte, zeigt sich unauffällig.

Bei den Bankenwerten stechen Julius Bär (+0,7%) mit etwas überdurchschnittlichen Aufschlägen hervor, UBS (+0,3%) und CS (+0,2%) zeigen sich ebenfalls freundlich. Ein Artikel im "Wall Street Journal" vom Dienstag kritisiert den vorgesehenen Teilverkauf der gewinnträchtigen Schweizer CS-Einheit über einen IPO als "Verkauf des Familiensilbers" scharf.

Die zyklischen Werte erhalten weitere Unterstützung von Analystenseite: So bezeichnet das Aktienresearch der britischen HSBC die Titel des Stellenvermittlers Adecco (+0,8%) in einer Studie als günstig bewertet und nimmt sie auf seine "Europe Super Ten"-Liste auf. Zudem bekräftigen die HSBC-Analysten ihre "Buy"-Empfehlung für die Aktien des Baustoffkonzerns LafargeHolcim (+0,2%).

Am breiten Markt gibt es Neuigkeiten über Änderungen im Stoxx-Europe-600-Index: Im Rahmen der regelmässigen Überprüfungen werden ab dem 19. Dezember die Aktien der Cembra Money Bank neu in den Index aufgenommen, dagegen fallen die GAM-Titel (vorbörslich -0,8%) heraus. Der Zahnimplantate-Hersteller Straumann (vorbörslich: +0,2%) hat eine Partnerschaft mit der Maxon Motor zur Produktion von Dentalimplantat-Komponenten in Deutschland bekanntgegeben.

Der Online-Broker Swissquote hat eine Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2016 publiziert: Die Bank dürfte danach den Ertrag um 2,5% steigern und das Wachstumsziel von 10% klar verfehlen. Als Grund gibt Swissquote die "Handelsunlust seiner Kunden" wegen dem Brexit-Votum oder den US-Wahlen an. Auch im Devisenhandel sei der Handel deutlich schwächer ausgefallen.

Aus Anlass eines Investorentags vom Mittwoch hat die Industriegruppe Comet ihre Guidance für das laufende Jahr bestätigt und rechnet mit einem Ergebnis am oberen Ende der Prognose. Der seit Mitte November an der SIX kotierte Motorradhersteller KTM Industries hat weitere Anteile einer bis 2018 laufenden Anleihe zurückgekauft, er will so die "Kapitalstruktur optimieren" und Zinskosten sparen. Die Beteiligungsgesellschaft Airesis hat zudem die Begebung einer Wandelanleihe im Umfang von 4 Mio EUR mitgeteilt.

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(AWP)