Aktien Schweiz Vorbörse: Leichtes Minus zu erwarten

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag im vorbörslichen Geschäft etwas schwächer. Damit zeichnet sich zumindest für die Eröffnungsphase eine Fortsetzung des negativen Trends des Vortages ab. Zwar sind die US-Vorgaben gestützt von einem weiteren Anstieg des Ölpreises leicht positiv, in Asien dagegen tendierten die Kurse am Morgen sowohl in China als auch in Japan nach unten. Insgesamt bleibe die Stimmung an den Aktienmärkten fragil und eigentliche Treiber für weitere Kursanstiege würden fehlen, hiess es in Marktkreisen.
09.06.2016 08:45

So habe etwa der Start der Unternehmensanleihen-Käufe durch die Europäische Zentralbank EZB am Vortag keinen positiven Schub gebracht, was den Investoren Sorgen bereite. Die Credit Suisse weist in einer Markteinschätzung darauf hin, dass die Volatilitäten sehr gering seien, was darauf schliessen lasse, dass die Finanzmärkte eine unterdurchschnittlich risikobehaftete Situation einpreisen würden. Dies sei angesichts der zahlreich anstehenden wichtigen Ereignisse im Juni zweifelhaft. Die Bank streicht etwa die Ungewissheiten im Zusammenhang mit den nächsten Sitzungen der amerikanischen und der japanischen Notenbanken, die Abstimmung über den "Brexit" in Grossbritannien oder die Wahlen in Spanien als Risikofaktoren hervor. Sie bestätigt deshalb ihre negative taktische Haltung gegenüber Aktien global.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) steht um 08.20 Uhr 0,13% tiefer bei 8'133,02 Punkten.

In Marktkreisen wurde weiter auf einen Artikel im "Wall Street Journal" verwiesen, demzufolge Starinvestor George Soros in Erwartung wirtschaftlicher Turbulenzen auf fallende Kurse setzt. Auch dies dürfte für die Entwicklung der Aktienkurse eher hinderlich sein.

An Impulsen von Unternehmensseite mangelt es hierzulande weitgehend. Novartis macht mit der Präsentation neuer Studien zu einem Mittel gegen Migräne und zu zwei Biosimilar-Kandidaten die Ausnahme. Der Titel fällt mit einem Minus von 0,2% im vorbörslichen Geschäft indes nicht gross auf.

Im Gegensatz zur Mehrheit der Aktien, die nachrichtenlos ein Minus von 0,2 bis maximal 0,4% aufweisen, und zu Novartis werden Roche 0,2% höher gestellt.

Als zweite Aktie unter den Bluechips mit positiven Vorzeichen weisen UBS ebenfalls ein Plus von 0,2% auf. Auf der Gegenseite sind Credit Suisse (-0,8%) die mit Abstand grössten Verlierer. Der Titel leidet unter einer Rückstufung durch die englische Bank Barclays, welche das Rating wegen der Risiken im Zusammenhang mit vielen grossen hängigen Rechtsfällen auf "Equalweight" von "Overweight" zurückgenommen und auch das Kursziel deutlich reduziert hat.

Im Rahmen einer Branchenstudie zu Investmentbanken hat Barclay gleichzeitig das Rating für die UBS-Titel auf "Overweight" von "Equalweight" erhöht.

Lonza (-0,2%) fallen nach der Bekanntgabe einer Fertigungsvereinbarung mit Bluebird in den USA nicht aus dem Rahmen.

cf/ra

(AWP)